Interview A. Gunya Insurgency Governance North Caucasus

Interview with Dr. Alexey Gunya in Russian

Article

Koehler, Jan/Gunya, Alexey/Alkhazurov, Magomed 2015 (forthcoming): Insurgency Informed Governance in the North Caucasus: Observations from Chechnya, Dagestan, and Kabardino-Balkaria, in: Small Wars and Insurgencies.

Abstract

In this article we analyse the dynamics of the insurgencies and the corresponding counter insurgency measures in the North Caucasus over the past 25 years. By comparing three cases – Chechnya, Dagestan and Kabardino-Balkaria – we identify similarities and differences in the way insurgencies and counter-insurgency measures influence governance in the region. Analysing different dynamics and outcomes under similar framework conditions – a federal state with a centralised government trying to govern a region with a shared history of rebellions against central rule and with similar geographic, social and cultural features facilitating resistance and insurgencies – is a promising approach to better understand conditions and implications of insurgency-induced governance in post-Soviet Russia.

Key words: insurgency, governance, North Caucasus, actors, resources, institutions.

Interview Schulradio ISAF Abzug

Testinterview: Xenia fragt und Jan muss antworten

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Link zum Artikel: https://www.giga-hamburg.de/de/system/files/publications/giga_focus_nahost_05_2015.pdf

Abstract

Seit dem Ende des ISAF-Truppenabzugs kommt es vermehrt zu direkten Kämpfen zwischen afghanischen nationalen Sicherheitskräften und den Taliban. Die objektive Sicherheitssituation für die Bevölkerung hat sich verschlechtert. Dennoch bewerten viele Menschen im Norden des Landes die Folgen des Truppenabzugs Ende 2014/Anfang 2015 optimistischer als noch im Jahr 2012.

  • Die Anzahl der Gewaltopfer ist seit dem Jahr 2012 landesweit deutlich angestiegen und hat mit 3.699 zivilen Toten und 6.849 Verletzten im Jahr 2014 einen neuen Höchststand erreicht.
  • „Die Zunahme direkter gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften, lokalen Milizen und den Taliban erhöhen die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs in Afghanistan.
  • „Ungeachtet dieser Entwicklung zeigen Meinungsumfragen aus dem Norden des Landes aus dem Jahr 2012 und von Ende 2014 bzw. Anfang 2015, dass die Befragten mögliche Sicherheitsrisiken des ISAF-Truppenabzugs inzwischen deutlich geringer einschätzen als noch im Jahr 2012.
  • „Die Wahlen und die Regierungsbildung im Jahr 2014, die stärkere Präsenz der afghanischen Sicherheitskräfte und die anhaltende internationale Unterstützung des Landes könnten für die positiveren Einschätzungen der Jahre 2014/2015 verantwortlich sein.
  • „Die jüngste Taliban-Offensive seit April 2015 verdeutlicht aber auch die Volatilität der Sicherheitslage. Es besteht das Risiko, dass diese Entwicklungen die vorsichtig optimistische Stimmung in der Bevölkerung wieder zunichte machen.

Liberal democracies under increasing pressure

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Krude und infam

http://www.spiegel.de/…/koeln-internationale-stimmen-zur-si…

Gerade jetzt muss unsere Gesellschaft beweisen, dass sie eine weitere Gewalteskalation im öffentlichen Raum eindämmen und überwinden kann. Politisch, rechtlich und technisch ist das möglich und wird mit einiger Wahrscheinlichkeit auch gelingen. Es ist Voraussetzung dafür, dass sich die positiven Kräfte der Zuwanderung mittelfristig entfalten können und eine gesellschaftliche Integration stattfinden wird.
Bisher hat das (mal länger, mal schneller) mit allen Zuwanderungsgruppen in Deutschland ziemlich gut geklappt – wobei es mit Türken und Kurden, mit sowjetischen Kontingentflüchtlingen und mit Flüchtlingen aus den jugoslawischen Kriegen im Hinblick auf andere Gewaltkulturen und im Hinblick auf Rollenverständnisse von Männern, Frauen und unterschiedlichen Generationen immer wieder vergleichbare Probleme gab (allerdings wohl bisher nicht in dieser geballten und europaweiten medial kommunizierten Form). Bücher wie Schiffauers “Die Gewalt der Ehre” oder Colovics “Bordell der Krieger” setzten sich wissenschaftlich mit kulturell unterschiedlich kodierten Gewaltphänomenen als Problem für Gesellschaften, in die migriert wird, auseinander. Aus heutiger Sicht ist die Migration der letzten Jahrzehnte gelungen und selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft geworden (siehe dazu das Interview mit Pfeifer auf DW weiter unten).
Das kann auch noch einmal gelingen, allerdings nur, wenn Staat, Gesellschaft und hoffentlich irgendwann auch wieder die europäischen Strukturen gemeinsam die Eindämmung machistischer und gesellschaftsfeindlicher Kollektivgewalt als für den sozialen Zusammenhalt entscheidend wichtigen Teil des Gesellschaftsvertrages zwischen Bürgern und Staat anerkennt (wichtiger als Eigentumsdelikte, Betrügereien oder Minarette).

Poland

Wenn die Pythons nicht sicher pensioniert wären würde ich glauben, sie machten jetzt Politik. Im Ernst – dass die LGPT civil rights Bewegung und Lobby in bzw. über EU Institutionen die Phantasie in Ländern des ehemaligen Ostblocks umtreibt und zu einem Teil der Politik geworden ist, die die EU bzw. den Westen (ganz nach sowjetischem Vorbild – zagnivayushchij zapad) zu einem schwachen dekadenten Sodom und Gomorra verzerrt, kenne ich aus dem Kaukasus und Russland. Fahrradfahrer, Vegetarier und alternative Energie war mir wirklich neu. Das Zitat in Gänze ist nicht wirklich zu toppen: “Dort wurde unter der Vorgängerregierung ein bestimmtes linkes Politik-Konzept verfolgt. Als müsse sich die Welt nach marxistischem Vorbild automatisch in nur eine Richtung bewegen – zu einem neuen Mix von Kulturen und Rassen, einer Welt aus Radfahrern und Vegetariern, die nur noch auf erneuerbare Energien setzen und gegen jede Form der Religion kämpfen”.

GG Artikel 20 Absatz 4: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Es bleibt das reale Risiko, dass es dunkel bleibt bzw. wird. Ich benutze den Begriff liberale Gesellschaften im Sinne von aufgeklärten, freiheitlichen und offenen Gesellschaften in Abgrenzung zu kommunitaristisch abgeschotteten oder politisch unterworfenen Gesellschaften. Mit neoliberalem Staatsabbauch hat das erst mal nicht viel gemein. Ich kenne keine (modernen, komplexen) Gesellschaften, die ohne den Schutz einers funktionsfähigen Rechtsstaates liberal sind. Die EU ist zu einer überstaatlichen Institution geworden, die Freiheiten und Rechte ihrer Bürger ein gutes Stück schützt. Wie weit sie das auch gegen unwillige und zunehmend repressive Mitgliedsstaaten tun kann und wird, werden wir wohl über die nächsten 2-3 Jahre sehen. Ich halte der nicht so alten Dame auf jeden Fall die Daumen. Ich hoffe, wir schaffen das…

“Noch ist Polen nicht verloren”

Ungarn und Frankreich auch nicht. Und liberale Demokratie in Deutschland ist sicherlich auch kein Selbstläufer. Demokratische Staatsformen und liberale Gesellschaften sind eine dauerhafte Anstrengung. Durch Leiden Licht. Wichtig ist, dass Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien (vor wenigen Monaten hätte Polen hierhin gehört) die Probleme verantwortungsvoll in den Griff bekommen und zeigen, dass das alles auch im Sinne von gerechtfertigten nationalen Interessen gut ausgehen kann (wirtschaftlich ist das in Deutschland sicherlich der Fall). Schweden hat etwas übertrieben und ist jetzt überfordert aber ich glaube, dass auch die weiter an ihren liberalen Vorstellungen von Gesellschaft festhalten werden. Osteuropa wird sich dann überlegen müssen, ob man als Abwanderungsland wirklich auf lange Sicht besser dasteht denn als Einwanderungsland.

Ich verstehe das Wahlverhalten, das Ungarn seinerzeit eine offen undemokratische Regierung beschert hat (finde ich zwar Kacke aber ich verstehe es). Die anderen Parteien hatten sich mit Wucht und fast absurd demontiert. Ich verstehe das polnische Wahlverhalten schlicht nicht. Alles richtig gemacht, der Laden lief rund, nicht nur materiell, Anerkennung, Einfluss in der EU, alles super. Und dann wird ohne Not der offensichtliche antidemokratische Schwachsinn gewählt. Zum Heulen. Ungarn, Polen und ggf. Frankreich sind auch andere Nummern als der gute alte Berlusconi. Erstere sagen offen, dass sie die liberale Demokratie wirklich doof finden und sie mehr oder weniger abschaffen wollen (den liberalen Teil zumindest und dann wird Demokratie zur Pöbelherrschaft). Berlusconi wollte nur nicht ins Gefängnis und hat dafür den Rechtsstaat ein bisschen verbogen. Das wirkt heute fast schon niedlich.

China bottom lines gone global

“In an interview, Mr. Zhu, the communications law professor, restated his accusations and insisted that those living outside China’s borders could be bound to Chinese law for their online speech. Mr. Rehage, he said, had violated the so-called Seven Bottom Lines.”

http://www.nytimes.com/2016/01/09/world/asia/china-mao-hitler.html?ref=world

Refugees, migration & related issues

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Integration

Integration ist in Deutschland trotz vieler Versäumnisse bisher  ziemlich gut gelaufen (Flüchtlinge nach dem zweiten Weltkrieg; Arbeitsmigranten aus Italien, Spanien, der Türkei; Kontingentflüchtlinge nach Zusammenbruch der EU). Die wurden vor allem über Arbeit integriert, über die Chancenräume, die die Nehmergesellschaft eröffnet hat. Das kann jetzt auch wieder gelingen und ich glaube, Merkel hat erkannt, dass Deutschland mittelfristig ein echtes Einwanderungsland werden wird (mit dem institutionellen und kulturellen Wandel, der damit einher gehen wird). Das Problem jetzt ist die Kurzfristigkeit, die Masse, der Widerspruch zwischen Asylrecht und selektiver Arbeitsmigration und die komplexe Krise der Europäischen Union, die ein gemeinsames Vorgehen unmöglich macht. Selten war die Politik in den letzten Jahren so gefordert und so geschichtsmächtig wie heute – kann gut gehen, kann schief gehen; wirklich ergebnisoffen.

Besondere Herausforderungen heute

Anders als die genannten Migrationsbewegungen gibt es heute einen globalen islamistisch-jihadistischen Diskurs, der empfundene Ungleichheit, empfundenes Unrecht, oder Diskriminierung zu einem existenziellen Kampf der Rechtgläubigen gegen die Ungläubigen erklärt. Das gab es in dieser Größenordnung ohne religiöse Vorzeichen mal als kommunistische Internationale, sonst gab es umfassende ideologisch unvereinbare binäre Gegensatzpaare schon lange nicht mehr. Das hat nun wieder etwas mit Geschlechterrollen und Gewalt gegen Frauen zu tun, da sexuelle Gewalt gegen Frauen, die nicht dem als idelogisch eigen definierten und männlich überwachten Schutzraum angehören, zumindest von der dominanten IS-Strömung ausdrücklich gerechtfertigt wird. Es spricht allerdings wenig dafür, dass die betrunkenen kriminellen Gruppen auf dem Bahnhofsplatz und der Domplatte in Köln ideologisch-islamistisch angefixt waren… . Eher allgemeiner amoralischer Familismus einer Gang-Kultur – wer nicht zu uns gehört (was auch immer das “uns” dann ausmacht) ist Opfer, hat keine Rechte, kann abgezogen und vergewaltigt werden. Damit wären wir dann wieder bei Aspeken der Integration, die in den USA nicht besonders vorbildlich gelaufen sind. Und im Spekulativen, weil immer noch keiner weiß, wie und von wem die Gewalt in Köln nun organisiert war.

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The challenge is of an immediate logistical nature and then of a social and cultural quality. Economically, the refugee crisis is not a crisis – at least not for the German political economy.

“Economic GDP growth for 2016 is predicted to be around 1.7 or 1.8 percent, which is similar to the initial estimates for 2015. Without the government spending on the refugee crisis, equivalent to between 0.5 and one percent of GDP, actual economic growth would go down.”

“These are young, motivated people who want to work. They have travelled thousands of kilometres and risked their lives to get here,” says Mr Fischer. “They haven’t done that because they want to live on social welfare. They’ve done that because they want a chance in life.”

Gewalt gegen Frauen Sylvester 2015/16 in Köln und anderen Städten

Die Polizei und Staatsanwaltschaft muss jetzt endlich in die Hufe kommen und ordentlich ermitteln, wenn den zuständigen Institutionen (einschließlich der professionellen Medien) die Deutungschance über die Ereignisse in Köln und zwei (? – aus meiner Stadt Berlin höre ich hier z.B. nichts Vergelichbares) anderen Städten nicht völlig eintgeleiten soll. Es geht nicht um politische Korrektheit sondern um die Korrektheit der Fakten. Dabei ist es nicht egal, wie man als Journalist oder in den sozialen Netzwerken die Tätergruppen benennt. Es fehlen einfach wesentliche Informationen und das zeigt vor allem, dass die Polizei schlicht versagt hat. Es ist z.B. gut möglich, dass der organisierte Teil der Angriffe in Gruppen von muslimischen Europäern mit arabischen, ggf. auch kaukasischen, türkischen oder anderen Wurzeln verbrochen wurde (das in Berlin verbreitete bandenmäßig organisierte kriminelle Antanzen in Clubs wird sicherlich nicht von Flüchtlingen oder Asylanten organisiert). Gegen diese Gruppe wären völlig andere Maßnahmen möglich und nötig als gegen ideologisch motivierte Islamisten oder kulturell überforderte Flüchtlinge. Auf jeden Fall ist es unglaublich, dass unter den Augen der Polizei über längere Zeit an strategisch zentraler Stelle einer Großstadt bei einer gelplanten und wiederkehrenden Massenveranstaltung gewalttätige Männer in Gruppen Jagt auf Frauen machen können und die Polizei keine Fragen beantworten kann, niemanden festgenommen hat, keine Mobiltelefone (mit denen die Idioten sich sicherlich gefilmt haben, die Überwachungsaufnahmen zeigen, dass fast alle Männer auf dem Platz mit gezücktem Handy dastehen) sichergestellt hat und niemanden geschützt hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unter den 1000 Leuten auf dem Platz keine Zeugen aus dem Umfeld der Tätergruppen zu ermitteln sind. Sicherlich war nicht jeder damit einverstanden, was dort ablief. Und der Polizeipräsident meint, er sei gerade jetzt gefragt und könne deshalb leider nicht zurücktreten. Zum Kotzen. Wenn das hier wirklich organisierte Kriminalität war sollte man das in dieser Masse als auch als Landfriedensbruch und Gefährdung der öffentlichen Ordnung und damit der inneren Sicherheit werten und mit entsprechenden Ressourcen Tätergruppen ermitteln und präventiv vorgehen.

Interessant ist, dass Köln gestern auf der NYT und BBC Frontpage News war.

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Gutes Interview.
Beim “Antanzen” hat eine junge Bekannte von mir mit ihren Freundinnen vor kurzem in Berlin selbst Taschen verloren, die am Körper auf der Tanzfläche getragen wurden. Es waren insgesamt etwa 20 Peronen betroffen. Die hinzugerufenen Polizei weigerte sich, den Fällen vor Ort nachzugehen OBWOHL sie darauf hingewiesen wurde, dass die Täter noch im Club waren und obwohl noch weitere Opfer während der Anzeigeerstattung aus dem Club kamen. Die meisten Opfer waren Frauen.
Die Polizei wird sich hier auf ganz neue kriminelle Methoden einstellen müssen und im Sinne des sozialen Friedens den Schutz von Frauen vor räuberischen und sexualisierten Übergriffen erheblich ernster nehmen müssen

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Laut DW will die Polizei nichts bemerkt haben und hat den Platz erst (temporär) geräumt als eine Rakete in die Menge geschossen wurde. Die interviewten Frauen und Männer berichten von Gruppenübergriffen geziehlt auf Frauen (Diebstahl, Raub, sexuelle Belästigung und Nötigung; eine Vergewaltätigung). Wenn nach Schätzungen der Polizei bis zu 1000 Männer in Kohorten ziemlich öffentlich Straftaten begehen und die Polizei nichts merkt und niemanden festnimmt zeigt das, wie wenig sie auf eine solche Situation eingestellt war. Da diese “Jungs” allem anschein nach zumindest teilweise in Kohorten aufgetreten sind sollten die Landsmannschaften festzustellen sein. Das ist aber eben Aufgabe der Polizei

Die Frage, ob das organisiert war, ist absolut entscheidend. Wenn ja würde mich sehr, sehr wundern, wenn das Flüchtlinge aus Nordafrika waren (würde mich sowieso wundern aber das heißt erst mal nichts).

Aus der SZ (Landesvorsitzender Polizeigewerkschaft): Die Vorfälle hätten eine neue Qualität. “Das ist im Prinzip ein organisiertes Vorgehen, was wir da festgestellt haben”, sagte Plickert. Es müsse ermittelt werden, wie es eigentlich möglich gewesen sei, “dass diese Tausend nach Köln gekommen sind und sich da getroffen haben”. http://www.sueddeutsche.de/panorama/silvesternacht-hamburg-meldet-ebenfalls-uebergriffe-auf-frauen-1.2806209

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Unterschiedliche Vorstellungen von und Erfahrungen mit Geschlechterrollen sind eine wirklich große Integrationsherausforderung. Die (oft ziemlich jungen und sehr unterschiedlich abgesicherten) Errungenschaften in Sachen Gleichberechtigung und öffentlicher Präsenz von Frauen ist unbedingt zu schützen. Das ist aber eine ganz andere Herausforderung als der bandenmäßige räuberische Angriff auf schutzlose Personen von denen am wenigsten Gegenwehr erwartet wird. Hier ist die entscheidende Frage, ob das wirklich organisierte Kriminalität ist – dann hat das mit Flüchtlingen vermutlich gar nichts zu tun, eher mit erfahrenen Banden, die aus der Menge heraus zugeschlagen haben. Sollte sich hingegen herausstellen, dass sich Flüchtlinge massenhaft zum Grabschen und Rauben organisieren wäre das in der Tat fatal und nicht nur ein polizeiliches Problem – ich sehe dafür aber bisher keine Anzeichen.

Die Aussagen von Augenzeugen deuten leider darauf hin, dass es sich hier um mehr als “nur” organisierte kriminelle Banden handelt bzw. dass diese in einem Umfeld von grundsätzlich frauenverachtenden Männern frei agieren konnten. Wenn diese Haltung aus den Internetschmuddelecken und dem anti-westlichen (nicht nur aber sicherlich derzeit vor allem islamistischen) Untergrund jetzt in den öffentlichen Raum getragen wird, dann ist das ein massives kulturelles und gesellschaftliches Problem. Wirklich traurig, da gibt es innergesellschaftlich erst mal nur Verlierer. Freuen können sich die rechten Rattenfänger, der IS und Putins Krawallmacher. Ich hoffe, das stellt sich noch als Irrtum heraus. http://www1.wdr.de/themen/aktuell/koeln-uebergriffe-100.html

Afghanistan – top-down modernisation and “realexistierende Governance”

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A reinvigorated anti-Taliban alliance?

If Ghani fails it will not be because of of any foreign policy blunders or because the Taliban will topple him but rahter because he will find it difficult to deal with the “realexistierenden Governance” and his allies. The direction he takes is promising but driving 120 km/h on a bumpy dirt road in the mountains is a challenge for everyone in the car and along that road.

“The Afghan government will now be waiting to see how the Pakistani military obliges Kabul. The Afghans will also be looking to see if the Pakistanis use their clout to try to rein in Taliban attacks in Kabul. The most important thing Islamabad can do is to allow Afghan negotiators to meet the Afghan Taliban leaders who are living in Pakistan.
That could be the most significant move of all and start the long process of ending the war in Afghanistan.”

An undated handout picture shows Latifullah Mehsud at an undisclosed location near the Pakistan-Afghan border

Afghan president: ‘Utilise opportunities to overcome the past’

“I am not ahead of my time. The time went back. I just want todays women to have the same opportunities as my grandmother had. What is wrong with that?”

Afghan first lady in shadow of 1920s queen?

London Conference: Afghanistan conference won’t rock the boat

While there are cases of consultants advising donor-ministries on strategic planning who have no clue about Afghanistan and speak exclusively to the foreign aid community on their very rare visits to the country the picture presented in this article is itself too consultancy-centred. In my own experience with the German development aid and cooperation there have been few cases of (unsuccessful) attempts at outright interference with the results of our analysis and recommendations (and some of them had very real consequences for re-directing or even scrapping programmes).
Also, consultants should not overestimate their impact. They bare no political responsiblity for the advice they give and they are and should be only part of the parcel of development policy and implementation.

Viewpoint: Can China bring peace to Afghanistan?

“In his first interview to Western media, Ambassador Sun said: ”We are ready to do more, we want to play a bigger role.

‘We would welcome the Taliban in any neutral venue such as in China. We will make negotiations happen but the process must be Afghan-owned and Afghan-led – the agenda must be proposed by President Ashraf Ghani,’ he added.”

Chinese President Xi Jinping (L) accompanies Afghan President Ashraf Ghani (R) to view an honour guard during a welcoming ceremony outside the Great Hall of The People on 28 October 2014 in Beijing, China.

The Truth About the Wars

“We’re made for Desert Storm, not Vietnam. As a general, I got it wrong. Like my peers, I argued to stay the course, to persist and persist, to “clear/hold/build” even as the “hold” stage stretched for months, and then years, with decades beckoning. We backed ourselves season by season into a long-term counterinsurgency in Iraq, then compounded it by doing likewise in Afghanistan.”

Well, for Afghanistan the outcome is still undecided. If the claim is, that US military force should fix everything, including peace and statebuilding, it must fail. It is just part of a parcel. Still, a reflective piece of a senior US soldier.

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Humanitarian intervention or imperialism?

What a patronising caricature of “the responsibility to protect”. Lawyers and doctors make really poor politicians. Rarely heard a defensible point so poorly argued by someone considered to be a big shot and on home turf. “I as a doctor am always with the victims”.

Russia’s March into a Corner of its own chosing

Die Weltvernichtungsmachine aus Dr. Strangelove ist zurück

Aussichten auf einen möglichen Showdown mit einem Regime, das sich selbst um seines Erhaltes willen (nicht um den Erhalt des Staates oder des Landes willen) in eine Ecke manövriert hat:

В последнее время над нашей дачей недалеко от Звенигорода стали часто летать боевые самолеты — МиГи парами, тройками, на бреющем полете: рядом аэродром Кубинка. Раньше я их провожал равнодушным взглядом, только Бруно на них лаял, а теперь, признаюсь, появляются разные мысли. Особенно, когда читаешь о том, что российские бомбардировщики практически ежедневно нарушают воздушное пространство НАТО, провоцируют самолеты противника.

Может быть, это бредит паранойя, но я все чаще задумываюсь о возможных ядерных сценариях. Если мы сейчас проживаем 1980е в ускоренном обратном порядке (Олимпиада, Боинг, падение цен на нефть, санкции), то обязательно должна быть ядерная угроза — как тогда СС-20, Першинги, Томагавки, двойное решение НАТО. Только тогдашний СССР был гораздо более предсказуем, держава статуса-кво, а не ревизионистская. А сегодня Россия — это “подпольный человек” Достоевского (точная метафора Эпштейна) с ядерной боеголовкой. Он не фигу в кармане показывает Хрустальному дворцу, а может реально его уничтожить. Маховик раскрутился настолько, степень зависти, злобы, бесконтрольности и беспредела так высока, что решение о ядерном пуске может быть принято даже не на самом верху, а недрах безумной и распадающейся системы.

Ядерное оружие в руках сегодняшней России — это даже не Иран и не Пакистан, а реальная угроза выживанию человечества. Страшилки от Киселева и Рогозина — не пустой звук, а отражение существующих наверху бредовых идей. Или вот последнее интервью Михаила Леонтьева израильскому ТВ: что у трезвого на уме, то у Леонтьева на языке:

Михаил Леонтьев: “Ну на самом деле принято решение о медленном, подчеркиваю: медленном удушении России. То есть практически нам говорят, что либо вы погибнете, либо ничья. Я вот не понимаю, каким местом вообще думают наши партнеры, западные, предлагая такой странный выбор. Мы ж им не предлагаем выбор: погибнуть или ничья. Они что, ничьей хотят на самом деле? Потому что в действительности получается, что у России нет другого выбора. На самом деле, действительно, мир, то есть спасение от катастрофы военной, зависит от способности наших, значит, партнеров, понять, что Россия применит, безусловно, ядерное оружие, если она будет стоять перед угрозой гибели. Я много раз говорил, что в основе наших отношений с Соединенными Штатами лежит не торговля углеводородами, а доктрина взаимного гарантированного неуничтожения. А все остальное – оно уже мир, дружба, жвачка, на этом прочном фундаменте и держится, и этот фундамент надо иметь в виду.”

(Segei Medvedev)

Kommentar zum Aufruf “Niemand will Krieg” – will wirklich niemand Krieg?

Politisch dumme und moralisch falsche Äquidistanz. Gefühlsduselige “alle sind gleich gut oder gleich schlecht” Aussagen sind kein politisches, sondern allenfalls ein pädagogisches Statement. Man sollte Putins Aussagen in strategischen Dingen einfach ernst nehmen (in taktischen Dingen belügt er wohl auch andere Staatschefs dass sich die Balken biegen): Er will das [autoritäre, kleptokratische und institutionell nicht mehr verankerte] Regime der gelenkten Demokratie und damit seine Macht mit allen Mitteln erhalten und sieht jede politische Opposition bzw. gesellschaftlichen Protest dagegen als existenzielle, vom Westen gesteuerte Gefahr. Und er hat sich entschieden, die post-sowjetische Friedensordnung in Europa auf der Grundlage einer (einigermaßen plötzlich) ethnisch bzw. völkisch definierten Interessenspolitik notfalls auch mit Gewalt herauszufordern (die Interessen von Russen, russisch-sprachigen Menschen, Volksrussen, Pass-Russen, Landsleuten im Ausland verteidigen). Beides sagt er und beides macht er. In der Ukraine hat Russland mit brutalen und von den Protagonisten selbst gut dokumentierten Mitteln einen Krieg erzwungen. Die EU und die NATO haben dort keine Soldaten oder Milizen im Einsatz. Die Äquidistanz ist falsch – entweder ist sie dumm (das möchte man sicherlich nicht allen Unterzeichnern unterstellen), sie ist opportunistisch (gilt sicherlich für Lobbyisten wie Schröder) oder sie verkennt die Absichten, Fähigkeiten und Schwächen des heutigen Russlands (gilt wohl für das politische Urgestein der bipolaren Welt, das Russland immer noch für einen seriösen, institutionell gefestigten Staat hält). Im Hinblick auf und Umgang mit den wirklich wichtigen Partnern, den osteuropäischen Staaten und Gesellschaften der Europäischen Union und den Teilgesellschaften, die für die Zukunft eine europäische Integration anstreben, ist diese unsäglich deutsche Sonderposition (alle sind gleich, wir müssen zu allen lieb sein) überheblich und respektlos. Die Entscheidung für eine Integration in Westliche Institutionen ist eine politische und sie ist natürlich nicht alternativenlos. Die Alternative, die Russland anbieten kann, ist allerdings keine Systemalternative (und damit auch meilenweit vom sowjetischen Sozialismus entfernt) sondern eine wenig nachhaltige Mischung aus Zwang und informellen Anreizen für absurd korrupte Eliten.

Kommentar zum offenen Brief / Aufruf “Nicht in unserem Namen

Krieg ist zunächst einmal, wenn ein Staat seine Interessen gegen einen anderen Staat mit militärischen Mitteln gewaltsam vertritt. Das tut Russland seit einem Jahr in der Ukraine. Das tut die EU und die NATO Russland gegenüber oder den Nachfolgerepubliken der Sowjetunion gegenüber nicht und droht auch nicht damit. Die Verfasser folgen der Kreml-Rhetorik wenn sie die Osterweiterung der EU und NATO erstens als aggressives proaktives Betreiben diffamieren und zweitens in einen Topf werfen. Man muss schon geschichtsvergessen oder einfach anti-demokratisch und zynisch sein, wenn man den Gesellschaften, die unter sowjetischer Herrschaft gelebt haben, den Wunsch und das Recht absprechen möchte, sich für die politischen Institutionen des Westens zu entscheiden. Russland hat außer der Androhung von Gewalt und Chaos sowie der Unterstützung von lächerlich korrupten Regimen derzeit einfach recht wenig zu bieten. Die EU ist vor allem ein pull-Faktor und nur wenig Druckmittel. Gegen Krieg zu sein scheint immer löblich; dann sollte man allerdings zunächst einmal gegen den völlig willkürlich in der Ukraine von Russland erzwungenen Krieg sein. Der Westen hat in Europa auch Krieg geführt (um das Kosovo). Man kann dafür oder dagegen gewesen sein (einige der Unterzeichner waren in verantwortlichen Positionen dafür). Derzeit führt der Westen keinen Krieg in Europa.

How can the West solve its Ukraine problem?

“The West simply does not have the means or the will to integrate Ukraine into the West while isolating it from Russia.”

Two Battalions of Chechens Now Fighting the Russians in Ukraine

Very interesting and well-documented piece.

Chechen Insurgents Attack Grozny

Also: http://www.dw.de/rebellen-greifen-grosny-an/a-18109208

Wenn Liz Fuellers Report halbwegs richtig die Dimension dieses Angriffes einschätzt heißt das, dass die islamistische Aufstandsbewegung, die von Tschetschenien ausgegagangen war, zurück ist. Tschetschenen spielen als Gewaltprofies in Nordafghanistan und angeblich auch in Syrien eine Rolle (keine soziale Einbettung, wenig Skrupel, gute Ausbildung an der Waffe, zwei Jahrzehnte Verrohung in zwei äußerst brutal geführten Kriegen gegen die tschetschenische Bevölkerung und eine simple, wenig differenzierte islamistische Ideologie.

Родственник врага народа. Как в Чечне накажут семьи боевиков

GosVendetta. Staatlich verordnete Sippenhaft in Tschetschenien.

Und Tschetschenien, Herr Putin?

Die Fragen sind zwar richtig aber es sieht so aus als hätte die NZZ vergessen, wie solche Interviews vereinbart und geführt werden – das ist nicht Hard Talk der BBC sondern eine ziemlich außergewöhnliche Chance auf ein vorabgesprochenes Interview mit einem autoritären Herrscher in der Zwickmühle. Rückfragen waren offensichtlich nicht vereinbart. Die NZZ will wohl vom Flaggschiff der deutschsprachigen Zeitungen im Auslandsteil zum Klugscheißerblatt mutieren.

«Кто ты, «Стрелок»?»

Nu, gordis’ i nesi otvetstennost’ za etot uzhas ty ustroil slavyanskim bratyam.
How to make friends and influence people….

Донецкий джихад: чем ДНР похожа на «Исламское государство»

Russia’s crackdown on Crimea’s Muslims

“Crimea’s Moscow-appointed head, Sergei Aksyonov, called the report “propaganda” that lacked facts that could be checked and followed up. “In my opinion, human rights organisations should defend the rights of a majority,” he told the Gazeta.ru website. “But we, unfortunately, don’t see it.””

Disappearing Crimea’s anti-Russia activists

 Could the world return to the 1980s?

“It’s always difficult to predict what President Putin will do.

But he knows what his close supporters want: they certainly wouldn’t like Russia to be humiliated, but they do want a settlement.

So do most European countries. Does the US? Or does it want another triumph of the 1991 variety?

My feeling is that President Obama will decide that a rational settlement of the Ukraine problem is something he can genuinely achieve, and turn into part of his enduring legacy.

But suppose that, as I write this, one of those Russian pilots hurtling towards Nato air space miscalculates by a few millimetres?”

With oil prices plunging, OPEC and Russia are on their knees

“For consuming nations, the prudent posture is to view this time of lower prices as a temporary window—a period to last, say, through 2020 or 2022. And, wherever you are sitting, to pose the question—strategically speaking, what do you want?

If you are the West, would you like Iran to convincingly renounce the development of nuclear weapons? For Russian president Vladimir Putin to temper his adventurism? Then, speak quietly and unprovocatively, and keep pushing—low prices will maintain the pressure and could eventually prove decisive.

If you are an oil-producing state, this is a wake-up call to diversify your economy away from oil.”

How He and His Cronies Stole Russia

The political economy of Putins regime.

“Instead of seeing Russian politics as an inchoate democratic system being pulled down by history, accidental autocrats, popular inertia, bureaucratic incompetence, or poor Western advice, I conclude that from the beginning Putin and his circle sought to create an authoritarian regime ruled by a close-knit cabal…who used democracy for decoration rather than direction. “

Russian liberal TV channel forced to quit premises

Russia’s cultural rift over Ukraine

Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

“Vor kurzem habe ich Fernsehbilder aus Spanien gesehen, wo die Bauern, erbost über die Handelssanktionen der EU gegen Russland, derentwegen sie Probleme hatten, ihre Produkte zu verkaufen – vielleicht Orangen -, als Zeichen des Protestes die EU-Fahne verbrannten. In genau solche Fahnen hüllten unsere Menschen auf dem Majdan die Ermordeten, bevor sie die Leichen in den Sarg legten.”

“Wenn ich sage: „Bei uns herrscht Krieg“, verbessern mich meine deutschen Freunde geduldig wie Erwachsene ein Kind: „Ihr durchlebt eine Krise.“ Obwohl es in Wirklichkeit nicht unsere Krise ist, sondern die Krise Russlands, seiner halbirren imperialen Ambitionen, die sich zum Glück in unserer Welt nicht mehr vollständig verwirklichen lassen.”

Ukraine crisis: Russia demands guarantees from Nato

Well, 100% guarantees would mean Russian military bases in Ukraine (like in Armenia). After Russia itself scrapped the international treaty of 1994 guaranteeing Ukraine’s territorial integrity the Kremlin does not seem to believe in paper anymore. Besides, it was EU, not NATO membership for Ukraine that made the Kremlin act this time round.

I think NATO countries can live with this core demand of Russia – the real problem is, however, that many of those societies directly affected may really not be happy with what Russia has on offer for them: dysfunctional and corrupt governance, development in reverse and at times brutal domination. Western governments are unable to speak on behalf of or sign anything on behalf of those societies. I honestly think that this is a detail the Kremlin simply does not comprehend. “What people?
To hell with the people!”.

Putin’s chief spokesperson: ‘We have our red lines’

At all costs – the regime must be protected against the people

Christopher Walker: Authoritarian regimes are changing how the world defines democracy

Good point: “in an underappreciated twist, today’s leading authoritarian regimes are turning “containment” on its head, using massive resources and coordinated political efforts to chip away at the rules-based institutions that have served as the glue for the post-Cold War liberal order, while checking the reform ambitions of aspiring democracies and reshaping the way the world thinks about democracy.
Call it the “democracy containment” doctrine.”

An article some “useful idiots” in the West might want to consult before calling for accepting and legalising recent Russian actions in the “near abroad”

“Putin wird nervös”

How NATO told Georgia to ignore the Russian military threat in 2007

Good piece of analysis from a country that has been on the receiving end of Russian expansionism in the past:
“If you read the Russian security articles, concepts and documents and then read the speeches, it becomes evident that Russia has since 2000, at least, followed a clear set of goals in [its] foreign affairs and domestic policy. This in short is to restore Russia’s greatness, restore ‘historical justice’ whatever that is, reestablish spheres of influence around Russia, stop NATO expansion and rearrange the security architecture of Eurasia. Defacto Russia has pretty much achieved all these other goals. But it hasn’t achieved its goal for NATO. Today, of course, NATO is more vital that it has been for a long time. Theoretically… The conclusion can only be that if Russia thinks that it can get away with it, it will test NATO. It will prove NATO doesn’t work—at least [Russia] would, if it could. So yes, the credible defense of NATO—of all NATO members is very important for the organization… Particularly if Russia tries that kind of ambiguous invasion, false flags or no flags or ‘green men,’ against a NATO country and if NATO doesn’t react then that would be or could be fatal for NATO.”

 Almost 1,000 dead since east Ukraine truce – UN

Putin does not really appreciate that sustained and for the most part peaceful mass protest may in some way relate to the way countries are governed. What is frustrating is that so many people seem to buy this story of foreign driven and bought mass protest. As if the Maidan had nothing to do with the political regime it turned against.

“Meanwhile, President Putin told a meeting in Moscow that the “wave of so-called colour revolutions” (popular uprisings this century in Ukraine, Georgia and Kyrgyzstan) had yielded “tragic consequences”.
‘For us this is a lesson and a warning,” he told the Russian Security Council. “We should do everything necessary so that nothing similar ever happens in Russia.'”

 «Стрелков пытался стать политическим лидером, но эта роль ему подходит, как пачка балерины». Большое интервью Александра Бородая

The face and voice of Russia’s non-linear foreign policy in the near aborad. A mixture of Bulgarkov’s “Heart of a dog” and Sorokin’s “obrichniki”. The late soviet union was a serious state with a complex if at times brutish alternative to western democracies as well as non-socialist dictatorships, authoritarian regimes or failing states. If this is what Russia has on offer today to confront the west it will not last long.

 Никогда за всё постсоветское время наша страна не была так идеально готова к фашизму

Ya do sikh por nadeyus, shto eto ne na dolgo.

Eine Richtungswahl in Lettland

Eine echte Achillesferse von Demokratien in Vielvölkerstaaten ist es, dass Parteien zu ethnischen Landsmannschaften werden können. Neben den unmittelbar gewaltsamen Interventionstechniken, die der Kreml in der Ukraine angepasst und weiterentwickelt hat, ist die Ethnisierung demokratischer Verfahren, die er in Nachbarländern vorantreibt (nicht im eigenen Land, da ist Demokratie gemanaged oder zerstört und dort werden ethnische Organisationen jenseits der Folklore auch, wie im Nordkaukasus, nur dann zugelassen, wenn sie staatlich kontrolliert sind), die eigentliche Gefahr für Osteuropa.

“Angesichts des Ukraine-Konflikts steckt “Harmonie” allerdings in einer Zwickmühle. Viele Letten schreckt ab, dass die Partei an der Partnerschaft mit der Kremlpartei Geeintes Russland festhält, im Parlament gegen eine Entschließung zur Unterstützung der Ukraine stimmte und westliche Sanktionen gegen Russland kritisiert. Zugleich wenden sich auch traditionelle Wähler ab, da sich “Harmonie” anders als die radikale Russische Union Lettlands nicht klar auf die Seite Moskaus stellt. Eine Zwickmühle, wie gesagt.”

Putin Clans Gridlocked Over Arrest as Sanctions Bite

Interesting political economy analysis of the “power vertical” under stress.

Милонов о признании Депардье в связях с мужчинами в юности: Духовный ветер Мордовии излечит в нем этот порок

Russia stays true to her symbols of male virtuousness. I wonder what Kadyrov has to add to this sad and absurd story.

Wer sind Sie, Professor Haag?

Why Ukraine, Georgia And Moldova Should Choose The EU Over Putin’s Eurasian Union, In Four Charts

Interesting charts. The pull factor of the Eurasian Union adresses, however, not the interests or opportunities of the wider societies involved but of slim politico-economic elites. Hence, those macro indicators may not be as relevant for decisions taken by the political elites of those countries. This is what the Kremlin is betting on, in addition to the many push factors they have at their disposal.

Ein Horrorfilm, in dem die Mörder Clownsmasken tragen

Ich fürchte, dass diese Analyse weitgehend stimmt. Auch die Clownsmaske – hat Putin gerade wieder in Mailand bewiesen und seine Männerfreunde und “nützlichen Idioten” von damals machen mit. Es ist einfach keine gute Idee, wenn Geheimdienste aufhören, dem Staat zu dienen und selbst Staat machen. Das ist auch für Russland ein völlig neues Phänomen. Der Westen – nicht nur die NATO, die aber auch – wird sich auf Jahre auf diese”nicht-lineare” Kriegsführung mit den Mitteln der Geheimdienste einstellen müssen. Das geht jetzt erst mal nicht mehr weg. Je erfolgreicher dieses Vorgehen für territoriale Kontrolle und Regimeerhalt taktisch ist um so mehr wird diese Methode, die ja von russischer Seite angekündigt und einigermaßen transparent analysiert worden ist (http://jkoehler.diskstation.me/…/with-the-weapons-of-the-w…/) angewendet werden.

Putin ist stärker als das Gewissen

Wieder so ein wunderbares Kurkow-Zitat: “Ich vertraue meinen eigenen Ansichten und Zweifeln, aber am liebsten vertraue ich meinen Kindern.”

Is Alaska Next on Russia’s List?

“For Rogozin, Mironov’s book illustrates that a single mistake in foreign policy “can produce an entire century of loss and defeat of a great power.” He concludes his short foreword with a call for the return of Alaska and the Aleutian Islands to Russia.”

An ironic part of the revanchist conspiracy theories that the Russian political elite is successfully nourishing these days is that few Russians would dispute that living under the cunning US yoke in places like Finland, Germany or France (or in the US itself) is more enjoyable than living under conditions of territories liberated by Russia (or in Russia itself). In this Russian perception that is older than the current regime empire and geopolitical influence are all about push rather than pull factors or choice. History is something that happens to the people, it is not influenced or even made by the people.

Wake Up, Europe

“It is also high time for the European Union to take a critical look at itself. There must be something wrong with the EU if Putin’s Russia can be so successful even in the short term. The bureaucracy of the EU no longer has a monopoly of power and it has little to be proud of. It should learn to be more united, flexible, and efficient. And Europeans themselves need to take a close look at the new Ukraine. That could help them recapture the original spirit that led to the creation of the European Union. The European Union would save itself by saving Ukraine.”

 

 

Violence and Latin America

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Should the US get out of Latin America?

British debating culture – almost a martial art. Love it since I was part of the debating competition team at Asquith Boys High in Sydney in the 1980s (the school Bon Scott of ACDC had attended some years before).

Mexico missing students fury rocks President Pena Nieto

“It’s a chilling thought. The mountains of Guerrero are seemingly dotted with mass graves. “

 Innsbrucker Experten sollen Leichenteile untersuchen

Weil sie die Rede der Frau des Bürgermeisters hätten stören können erschießt die lokale Polizei 6 Studenten, entführt die anderen, übergibt sie den Schlächtern eines Drogenkartells, läst sie umbringen und verbrennen. 43 Menschen. Wie viel entfesselte Gewalt hält eine demokratisch verfasste Gesellschaft eigentlich aus?

Aus Wut wird Rebellion

Für mich ist das Rätsel des heutigen Mexikos dass eine demokratisch und rechtsstaatlich verfasste Gesellschaft nicht nur so viel Gewalt hervorbringt sondern diese Gewalt auch über Jahre aushält ohne zu zerbrechen.

Cerro Rico: Devil worship on the man-eating mountain

Democracy and liberalism under pressure

 

–> The End of the End of History

… from within

Eastern Nations trailing back to a nasty past

  • “Now Mr. Orban has pulled the rug out from under his own propagandists. In an extraordinary speech delivered July 26 before an ethnic Hungarian audience in neighboring Romania, Mr. Orban proclaimed his intention to turn Hungary, a member of both NATO and the European Union, into a state that “will undertake the odium of expressing that in character it is not of liberal nature.” Citing as models Singapore, China, India, Turkey and Russia, Mr. Orban added: ‘We have to abandon liberal methods and principles of organizing a society, as well as the liberal way to look at the world.’”

–> Hungary’s ‘illiberalism’ should not go unchallenged

This is a very serious challenge to Europe from within. He is not referring to the liberalism of “neoliberal economic thinking” but to the liberalism of libertarian societies and democratic political systems governed by the rule of law (which at least some of his examples of inspiration are most certainly not). Since he delivered his speech to a Hungarian minority in a neighbouring country he most likely has more of the recent Putin in mind than of the early Putin with a focus on managed democracy. And this really brings back some very nasty ghosts of misguided ethnic inner-European foreign politics. I do not want to be over-pessimistic but it looks like we are in for an era of ideological as well as violent challenges to the thus far best (large scale, complex) socio-political system mankind came up with – der demokratisch legitimierte Rechtsstaat.

Western Systems running wild

  • “OK, you might say, but this has always been going on. But it hasn’t. This sort of utterly amoral screw-everyone capitalism has become much more prevalent in the last 15 years. Our financial elite is now totally out of control. They learned nothing from the crisis, except that the rest of us were stupid enough to give them a second chance. And, now, having plucked all the “low hanging fruit,” they’re destroying the middle classes for profit.

Our current problems have their roots in the early 80s. While much of what Reagan and Thatcher did was necessary, the trouble is that they set a deregulatory train in motion which, over the last couple of decades has dismantled so much of the legal framework that protected us from greedy scuzzballs. “

–> Why aren’t the British middle-classes staging a revolution?

  • Lord Tebbit, who served in various ministerial roles under Margaret Thatcher in the 1980s, said at the time people had an “almost unconscious” tendency to protect “the system”.

–> Child abuse ‘may well have been’ covered up – Norman Tebbit

  • Falls mal Dateien verloren gehen: so können sie wieder hergestellt werden!

–> http://www.dw.de/die-nsa-besitzt-das-internet/a-17754882

  • “From the perspective of many around the world, the United States currently appears to claim, in effect, the legal right to kill any person it determines is a member of Al-Qaeda or its associated forces, in any state on Earth, at any time, based on secret criteria and secret evidence … and with no means for anyone outside that process to identify or remedy mistakes or abuses,” the report said.

–> Report: Obama drone policy destabilizing for world, US democracy

Societies taking democratic risks

  • Ausländer, die länger als zwei Jahre in Schottland leben, dürfen mit abstimmen. “Niemand hat das Stimmrecht in Frage gestellt”. Wirklich bemerkenswert. Undenkbar auf dem Kontinent.

Hoffentlich bleibt die Insel – in wie vielen Teilen auch immer – in Europa!

Ein konsequent territoriales und nicht nationales Prinzip. Löst das Staatsterritorium von der vorgestellten Gemeinschaft des (ethno-national definierten) Staatsvolkes. Spannend finde ich, dass dies bei der auch hier ziemlich emotionalen Frage der nationalen Unabhängigkeit anscheinend nicht zu großem Widerspruch geführt hat. Zeigt auch, wie sehr der vom Kreml bemühte Vergleich mit dem Referendum auf der Krim hinkte selbst wenn das Referendum ordentlich durchgeführt worden wäre.

–> Exil-Deutsche zur Unabhängigkeit: “Da ging den Schotten die Hacke hoch”

Ukraine – capturing the imagination of the wrong people

–> Ukraine war pulls in foreign fighters

… from the fringes

Azerbaijan going Central Asia

  • Ohne Moskaus Georgienintervention hätte Baku vermutlich schon ein bisschen mehr militärisch experimentiert. Ein Herr, die seit langer Zeit mit diesem Prozess zu tun hat, meinte 2008 zu mir dass nach der Intervention die Heiße Luft in den Köpfen der Kriegstreiber in Az direkt in die Köpfe der Ar Blockköpfe geströmt sei.

–> Azerbaijan Doesn’t Want To Be Western

–> Persecution of rights activists must stop – UN experts call on the Government of Azerbaijan

–> https://www.facebook.com/pages/Leyla-Arif-Yunus-Prisoners-of-Conscience/307039212789243

–> Together a lifetime, Azerbaijan couple now separated in jail

  • Ochen pechal’no.

“ЗАЯВЛЕНИЕ

Сегодня 2 августа я почти целый день не мог быть на связи – отвез лекарства и диетические продукты для своей супруги, потом был в отделение полиции. Только вечером стал читать новости и узнал о чудовищной провокации наших спецслужб в отношение нашей семьи. Они создали в социальной сети «В контакте» страницу на имя моей дочери Динары Юнусовой, которая в настоящее время живет в Голландии. И от ее имени стал распространять клеветнические материалы, к которым она не имеет никакого отношения и даже не была вначале в курсе. Официально заявляю, что все то, что появляется на этой вымышленной странице, является продуктом спецслужб Азербайджана и их провокацией и сознательной дезинформацией, к которой ни моя дочь, ни я не имеем никакого отношения и всю эту примитивную провокацию резко осуждаем.

Ариф Юнусов”

  • Very worrying. Ripping up the rule book of regional relations by a major player did set very unfortunate dynamics in motion (Russia in Ukraine). Then the unprecedented pressure on the more reasonable and decent part of civil society in Azerbaijan. Then this incredibly foolish revival of ethnic nationalism as a political tool in the hands of completely irresponsible leaders. And now the return of military force as a short-term cover up for utter political failures. I am seriously sentimental about the last generation of serious and morally at least somewhat grounded, responsible politicians of the late Soviet period. The breakup of the Soviet Union was a serious issue dealt with by serious men and it unfolded far apart from worst case scenarios. The violence today is completely unnecessary and of inept and incompetent politicians making.

–> Reports of deployment and use of heavy equipment in current Karabakh incidents

Georgia gone totally democratic

  • Nice long sentence summing it up pretty well: “Since leaving office last November, this George W. Bush favorite — whose confrontation with President Vladimir V. Putin of Russia led to a disastrous war in 2008 — has commandeered his uncle’s apartment in a tower on the Williamsburg waterfront, where he luxuriates in the neighborhood’s time-honored tradition of mysteriously sourced wealth.”

–> Exile in Brooklyn, With an Eye on Georgia

–> Georgia’s Thieves-in-Law Reinvent Themselves to Survive

–> Georgia’s EU alignment: Regional repercussions

–> Obituary: Eduard Shevardnadze

Russia on the march alone

  • Charles Tilly analysed how organised crime can lead to state emergence. He did not, however, discuss the reverse process: How very bad governance can turn a state into organised crime. Not state capture as in this strange KGB-written book of 1994 “vory v zakone – brosok k valsti” or in case of some very powerful mafias. No – the state all by itself and in the absense of any serious crisis that would not be of its own making.

–> «Роль всемирного шантажиста в таком объеме Россия никогда не исполняла»

  • Er hatte bisher nicht so richtig viele gute Ideen aber dies ist mit Sicherheit eine wirklich dumme Idee. Er scheint die Signale aus Russland nicht wirklilch zu verstehen und meint wohl, den Konflikt mit Mauer dann doch noch militärisch lösen zu können.

Es gibt ein Signal aus Moskau: wir werden mit allen Mitteln verhindern, dass Kiew die Kontrolle über die von den Separatisten gehaltenen Gebiete wieder herstellt. Das ist über eine ziemlich deutliche abgestufte Eskalationskaskade bis hin zum Einmarsch regulärer Truppen und Eröffnung einer dritten Front kommuniziert worden. Die NATO hat eindeutig kommuniziert, wir machen da miliärisch nix. Jetzt eine geschlossene militärisch befestigte Grenze bauen zu wollen ist einfach grotesk dumme Symbolpolitik. So bitter es ist – es gibt keinen quick fix, keine Silver Bullet. Lediglich eine langfristige Politik, das System Putin zu schwächen um Russland irgendwann wieder stärker an Europa anzubinden. Für die Ukraine ist das bitter aber sie ist in diesem Konflikt militärisch einfach hoffnungslos unterlegen. Deshalb ja auch die Rede von der Schaffung von “Partisanenfähigkeiten” – damit plant die Regierung aber die Hölle für die eigene Bevölkerung. Georgien fährt sicherlich besser damit, sich politisch erst mal damit abgefunden zu haben, dass der Dicke im Norden zu stark ist um gegen ihn die Kontrolle über die verlorenen Gebiete wieder herstellen zu können. Dadurch hat Moskau sehr viel Einfluss auf Tbilisi verloren, vermutlich für lange Zeit. Kiew sollte es ähnlich handhaben. Elastischer Kung-Fu ist gefragt…

–> Poroschenko befiehlt Bau einer riesigen Verteidigungsanlage

–> Формула войны

  • Russia still good for novels. The career of two very different men that personify contemporary Russian politics and the foundation of the system Putin.

–> Putin’s Rasputin

–> Igor Sechin – Russias second most powerful man

–> Putin beendet das Interregnum

–> Putin’s Plan? Or Kremlin Chaos?

  • Budem rabotat’, shtoby i eto anti-utopia ostalas khoroshim proizvedeniem iskustva – tak kak 1984 Orvella – i ne stalo realnostiu.

–> На пути в «Теллурию»: почему антиутопии Владимира Сорокина воплощаются в жизнь

–> Putin Re-Interprets Russia’s Participation in the First World War

  • Voprosy khoroshii.

–> Список 500. Российских деятелей культуры, поддержавших присоединение Крыма, больше не пустят в Украину

  • Wirklich bitter. Tolle, mutige Menschen.

–> Propaganda im Ukraine-Konflikt: Intellektuelle fliehen aus Putins Russland

  • Smelost’ koechno khvataet u nekotorykh grazhdan Rossii. Snimayu zhlyapu.

–> «Это были подготовленные люди. Они напали со спины»

  • Tyazhelo smotret’

–> “Меня объявили главной укрофашисткой”

  • “Die Offiziere, die ich gesprochen habe, sind empört. Sie meinen, dass die russische Führung die Soldaten verraten habe. Es sei eine Schande, reguläre Truppen unter Waffen als Partisanen in ein fremdes Land zu schicken, um dann die Verluste zu verneinen und die Gefallenen heimlich zu bestatten.”

–> Verleugnet und vergessen

–> Putin’s Right Flank

  • Interesting analysis. Unfortunately only in English, not in Russian.

–> A journalist paints a doomsday scenario if Putin leads Russia down its current path.

  • Interesting, indeed. The art of ambigious warfare – from the Kremlin perspective just an adaptive measure to what they think the US has been doing all the time and for the most part against Russian interests.

–> Top Russian General Lays Bare Putin’s Plan for Ukraine

The Russian language original can be found at

–> http://vpk-news.ru/sites/default/files/pdf/VPK_08_476.pdf

  • Article 5 in times of “ambiguous warfare.”

–> The Russians Are Coming

  • NATO – fine. That was a consistenly communicated red line that the US under Bush chose to ignore. Then came Georgia and Russia set the record straight on NATO enlargement, missile defence as well as ambitions of some post-soviet countries to change the status quo of conflicts frozen by Russia via military force (Karabakh even more important than Abkhazia). But up until late 2013 EU enlargement was never set as a red line by the Kremlin. Had Merkel and friends not delayed the signing of the association agreement in 2012 for all the wrong reasons Russia would most likely still be playing chess rather than Pankration (this, of course, does not mean that Europe is responsible for the complete and bloody mess Russia is creating but introducing new conditions on the association agreement connected to the personal fate of Timoshenko was not exactly a smart political move). It is a bitter irony that the arbitrary conduct of Kremlin politics since early 2014 brings not only NATO enlargement back on the table but managed to single handedly turn NATO containment towards Russia into a self fulfilling prophecy. It was simply not on the table pre-2014 and this is one of the reasons the West is at such pains to coordinate a measured response. I wonder if theere are no advisors close to Putin telling him that this is really detrimental to long-term Russian security interests (forget about human development or effective governance at home).

–> Блок НАТО разошелся на блокпакеты

  • They may have their own agenda but they would be absolutely nowhere had they not have the blessing and patronage and weapons of official Russian circles. Those circles would not operate without Putins blessing (until now that is). Personally I would prefere to see them in the Hague for the way they have been conducting this completely usesless civil war but if they are taken out by their patrons so be it.

–> Heirs of the ’93 Russian White House

–> Российский спецназ о войне на Донбассе: контрабанда, мародерство, бардак

  • Panslawismus geht aber irgendwie anders…

–> Спецтуристы

–> Orden für Putins Schläger

  • Very much to the point. Still hope that in the long run Russia will define itself as a European country and will develop into a vital ally of slowly declining pacifist and democratic Europe. Winning against Europe is about the silliest purpose the Kremlin may chose to define its position in the world.

–> Vladimir Putin’s pointless conflict with Europe leaves it a vassal of China

  • I think the feeling of “disgust” or “отвращение” is a very appropriate feeling. Looking at the political leaders and field commanders of this motley gang of gunmen one cannot help thinking of Bulgarkov’s “Heart of a dog”. Agents of chaos and arbitrary violence.

–> Абсолютно гениальное фото. Аб-со-лют-но. В нём — всё. Представители миссии ОБСЕ и пророссийский боевик на месте падения малайзийского самолёта.

–> MH17 Missile Can’t Hide From These Internet Sleuths

  • Кстати, помните того парня, Кирилла Калугина, который год назад в день ВДВ вышел на Дворцовую площадь в Питере с радужным флагом ЛГБТ?Александр Невзоров тогда точно заметил, что “если наименование «десантник» подразумевает храбрость, то десантник там был один – вот этот маленький рыжий парень, который не побоялся выйти к стаду загорелых качков в полосатых трико. Беспримерное мужество этого парня не может не вызвать уважение. При том, что на записях видно, до какой степени ему страшно. И все же он вышел и стоял там с радужным флагом. И если бы эти мускулистые мужчины в голубых беретах сами были мужественными людьми, они должны были оценить его смелость и отдать ему честь. Мужество видит другое мужество и склоняется перед ним”Так вот, сегодня спустя год Кирилл намерен в том же месте в тот же час выйти на одиночную акцию против имперского шовинизма, милитаризма и разжигания войны с Украиной

–> http://www.rosbalt.ru/piter/2014/07/31/1298767.html

  • I have been working in this region since the breakup of the Soviet Union. I am still dumbfounded and highly frustrated to realise that the propaganda machine of the Kremlin succeeded in convincing many people that it is perfectly normal to go to a neighbouring country, get a weapon and kill people there under the order of leaders without names and faces and badges. No notion of honour, of patria, of decency. At the same time – not a mercenary. Just going for the hell of it.

–> I was a separatist fighter in Ukraine

  • Hard to believe what scum the Kremlin decided to let loose on Eastern Ukraine.

–> An audience with Ukraine rebel chief Igor Bezler, the Demon of Donetsk

  • this is significant, in terms of putting events within the domestic Russian context….

–> Grafik

  • Good piece of journalism.

–> Moldova: Under the influence

–> Украина невооруженным взглядом. Журналисты, вернувшиеся с Донбасса, развенчивают мифы

  • Lewada-Zentrum: Seit der späten Sowjetunion ein Fels der Vernunft in der Brandung der Propaganda.

–> Meinungsforscher: Unglaublich aggressive Propaganda in Russland

  • Normalnyi reportazh.

–> «Зачисток не было, армия тихо зашла». Жители Славянска о том, как украинские военные взяли город под контроль

… from beyond

International Jihadism, IS and other Would-Be Caliphates

  • They might want to revisit their Afghanistan strategy…

“Asked whether the US had also overestimated the ability or will of Iraq’s US-trained military to fight the jihadists, Mr Obama said: ‘That’s true. That’s absolutely true.'”

–> Islamic State crisis: Obama says US underestimated threat

  • Kurdische Aktivisten verdächtigen die AKP. AKP Mitglieder verdächtigt die USA. Alle sind für Luftangriffe auf IS. Mit Ausnahme der jungen Männer schließen sich der IS an, weil sie so an Geld und Ehefrau kommen (letzteres ist in Gesellschaften, in denen erst die Familiengründung zu voller sozialer Anerkennung führt, dieser Schritt aber extrem teuer und fremdkontrolliert ist, ein ganz erheblicher Anreiz). Und die PKK soll im Rahmen des Friedensprozesses doch erst später ihre Waffen abgeben. Derweil hocken tausende Menschen im Grenzschlamm und wissen nicht, wohin. Wenn eine junge Mutter alleine mit drei kleinen Kindern in die Stadt zurückkehrt, die jederzeit von den Mordbrennern der IS überrannt werden kann, dann muss die Lage an der Grenze dieses NATO-Landes hoffnungslos sein.

–> Zwischen den Fronten

  • What a desperate situation for those confronted on the ground by this apocalyptic riders of international jihadism (apocalyptic certainly for those communities marked as infidels).

–> Islamic State crisis: People flee fighting at Kobane

–> The Syrian Front: Waiting to Die in Aleppo

–> Islamic State: Can its savagery be explained?

–> Ein totalitäres, expansives und hegemoniales Projekt

–> “Eine Bankrotterklärung für den Journalismus” – Christoph Reuter zu Berichterstattung zu Syrien

Afghanistan still trying

  • Taliban clearly understand that while fear may indicate illegitimacy it always implies power. The bitter irony is that the fact that many Afghans accept their security forces and are not afraid of them (at least according to our research in the North of the country) is turned into a short-term weakness by the targeted terror of the Taliban (killing people somehow associated with the security forces). The militias will only counter this “deficit” if their violence is also perceived as targeted and not criminal or arbitrary. The official security forces – with attrition rates of 30% per year and 100 deaths per week in 2013 and now without professional air support – will be unable to counter Taliban pressure in places where there is no strong armed homegrown resistance against Taliban domination. The new government may try to turn the official security forces into a more suppressive feared force (may be looking at Putin’s solution for Chechnya) but this would most likely fail because the West is unlikely to keep financing an outright oppressive security sector.

–> Taliban fighters storm Afghanistan district

  • I think he means business but micro-managing Afghanistan is different from mircromanaging Kabul University. Quite a handfull to do ahead of him.

–> Afghan president ‘will not tolerate corruption’

  •  This is what happens if you combine governance by patronage, ethnic clientelism and a rentier-approach to state finances with elections in an ongoing conflict. The government will be twice as large, twice as expensive and most likely in permanent deadlock.

One needs to outsmart the other and both need to outsmart their respective and very different clientele in order to move Afghanistan ahead. Not a very likely scenario.

–> Afghan presidential contenders sign unity deal

  • More or less good news. The picture with Kerry is, however, a little bit unfortunate.

–> Afghans sign unity government deal with US backing

  • Aborting evolving institutions, hurting stalemates that do not hurt enough and commitment problems on the side of the candidates. Political theories in action.

–> Elections 2014 (49): Still deadlock, make or break

–> Afghan militant fighters ‘may join Islamic State’

  • Very bad news if the interpretation of Al Jazeera is right.

–> Fourteen civilians shot dead in Afghanistan

  • Wrong turn after an election Afghans should be proud of. I hope the Abdullah camp only tries to increase its negotiaiton position for a possible government of national unity and this does not get completely out of hand. Big implications for Afghanistans future and major implications for Germanys development strategy focussed in the North.

–> Afghan poll crisis: Defiant Abdullah claims victory

–> Afghan militias have accumulated a lengthy record of human rights abuses, including murders and rapes

–> Afghans to Alter the Government

–> Afghanen haben ihren neuen Präsidenten gewählt

Konflikt, Stabilität und und gesellschaftlicher Wandel: Was bringt externe Demokratieförderung?

 

OSCE implemented elections in Kosovo, 2001

Zwei Artikel im SPON führten unlängst zu hitzigen Kommentaren auf einer der Böll-Stiftung nahe stehenden Facebook-Seite:

“Demokratie kann nur innerhalb eines Minimums an staatlicher Ordnung funktionieren. Und sie kann diese Ordnung nicht unbedingt herstellen.”

–> Kommentar zum Sturz von Despoten: Diktatur kann erträglicher sein als Anarchie

“Autoritäre Regime gelten manchen als Hort der Stabilität. Das Gegenteil ist der Fall. Weil Diktaturen Konflikte nicht friedlich lösen können, führen sie nahezu zwangsläufig zu Gewalt und Anarchie”.

–> Kommentar zum Sturz von Despoten: Diktatoren schützen nicht vor Chaos – sie schüren es

Die Kommentatoren waren sich weitgehend darüber einig, dass die erste Position dämlich bis verweflich , die zweite Position hingegen richtig sei, z.B.:

“Hätten die Leute in der Terror-Phase unter Robespierre erkannt, dass die französische Revolution ein Irrweg war, würden wir heute gemütlich unter Louis 27 leben, würden uns den Kopf nicht über Menschenrechte zerbrechen und uns über Artikel von solch bodenloser Dummheit gar nicht aufregen.”

Nun lebt Großbritannien nicht mehr UNTER einem Monarchen, zerbricht sich gelegentlich den Kopf über Menschenrechte und hat auf das Gemetzel der Revolution verzichtet. Auch ohne die Gewaltexzesse der Französischen Revolution hätte sich gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Die Ansicht, nach der grundlegender Wandel halt notwendig mit massiver Gewalt einhergeht, ist historisch nicht richtig und im Hinblick auf die Opfer dieser gewaltsamen Umwälzungen deshalb zynisch. Die Gegenposition, die behauptet, dass jede Form von Gewaltherrschaft zu dulden ist weil jede Form von Stabilität besser ist als gewaltsame Veränderung, ist ebenso falsch und zynisch mit Blick auf die Opfer dieser Gewalt. Die Wahrheit liegt fallspezifisch in der Mitte. Letztlich tragen das Gesellschaften mit ihren Eliten aus. Die Frage, ob man von außen immer Gutes tut, wenn man den Aufstand gegen autoritäre Regime unterstützt, ist moralisch und politisch keine einfache und eindeutige.

Der zentrale Begriff, der hier für Verwirrung und verhärtete Positionen sorgt, ist der der Stabilität. Ich setze mich damit in zwei in Kürze erscheinenden Publikationen auseinander. Die Auseinandersetzung zeigt, dass gewaltarmer gesellschaftlicher Wandel voraussetzungsreich im Hinblick auf stabilisierende Kontextbedingungen ist; sie zeigt aber auch, dass Konflikt zwar die Triebkraft von gesellschaftlicher Veränderung, aber keine Garantie für gesellschaftlichen Wandel ist.

“In this paper I understand social order as social rules and structural conditions that reduce contingency in interaction between individual and collective social actors over time. Any concept of social order rests on a notion of stability with regard to human association and interaction, i.e. there is some sameness in terms of those constraints on contingent social action over time. If everything changes all the time according to no recognizable rules there is nothing left to identify as social order. However, on the question of what it is that is constant there is no agreement between what Alan Dawe called the two sociologies: the sociology of social action and the sociology of social systems (Dawe 1970).[1]

One approach relates to sameness of form or structure over time, another to retaining core functions of social order through competition, conflict and resulting adaptive change. Stability by virtue of change is conceptualised either as systemic equilibrium where change is an internal function of the system itself, or as a dynamic historic process, where order keeps emerging and adapting from permanent contest between different ways of interpreting, doing, and justifying actions.

In this latter conflict based model of social processes the machinery of change is provided by (a) authoritative rule (enforcement of individual will and vision against alternatives), (b) conflict over institutions, and (c) communication of and competition between interpretations of the world. This is the train of thought I follow when I develop empirical conflict research into heuristic instrument to assess the diversity and dynamics of social order.

[…]

Lewis Coser’s main finding, drawing on Simmel’s classic work on disputes (Simmel 1992: 284-382), was how conflict can be both functional and dysfunctional for the social relationship in which it occurs. He found that conflict is necessary to establish and maintain social relationships.

“One safeguard against conflict disrupting the consensual basis of the relationship […] is contained in the social structure itself: it is provided by the institutionalization and tolerance of conflict” (Coser 1956: 152).

Hence, social conflict may contribute to the maintenance, adaptation or adjustments of social relations and social structures. According to Coser not all conflicts are, however, functional for the maintenance of social relations even if conflict is institutionalised as a tolerated form of pursuing one’s interests: only those conflicts over interests, norms and values that are not a defining part of the relationship itself qualify. Otherwise socially dysfunctional forms of conflict may occur: withdrawal or destruction.

[…]

His approach does, however, bear some principle limits of functionalism in explaining social processes (of which conflict is a central one): functionalist theory is ahistorical in the sense that it is unable to account for social change other than by functional breakdown or external interference.

This was the main criticism Ralf Dahrendorf raised against the functionalist approach to conflict in particular, and against static structural-functionalist models of society in general (Dahrendorf 1986: 272). It was Dahrendorf, who in his scathing criticism of what he saw as utopian blindness to social change, brought back power, rule and, essentially, the competitive rule-making and rule-breaking human being into a theory of conflict-driven differentiation of social society.

„Wenn organische Systeme aufhören zu funktionieren, hören sie auf organische Systeme zu sein, wenn soziale Systeme aufhören zu funktionieren, werden sie andere soziale Systeme. In diesem Sinn ist Wandel die Essenz der sozialen Realität, Stabilität ihr pathologischer Sonderfall“ (Dahrendorf 1986: 240).

To Dahrendorf the normal state of society was one of dispute over norms, competition for resources and conflict about the best organisational answers to existing problems, all rooted in one universal aspect of the human condition: the fact of uncertainty. To him, sociology that seeks to explain social cohesion in consensus and equilibrium was looking for an imaginary utopia, resembling the stasis of a totalitarian police state. Dahrendorf therefore explicitly disregarded research into what keeps society together; rather, he was concerned with what drives society on (Dahrendorf 1979: 109).

[…]

A number of authors picked up from where Coser and Dahrendorf ended the discussion on the universal function (Coser) or principle constitutive force (Dahrendorf) of conflict for society or, respectively, for the process of social change.

[…]

One line of thought seeks to place conflict firmly in the fabric of a very special type of politically constituted society: modern, complex, rule of law based liberal democracies. Authors like Albert Hirschman, Helmut Dubiel and Marcel Gauchet share, if not explicitly, Dahrendorf’s main concerns by questioning the functionality of normative or moral consensus as social glue of democratic, liberal societies. Rather, they put forward the proposition that through particular ways of institutionalising unavoidable social conflict as constitutive part of the political and economic system, social cohesion is achieved and sustained (cf. Hirschman 1994; Dubiel 1992; Gauchet 1990).

[…]

The relationship between conflict and institutions is plausible but inconsistent: Conflict can disrupt established relations and fragment society; at the same time conflict can form and connect social units and enable the dynamic adaptation of social order. Institutional rules that inform social interaction can be followed or broken, the latter leading to normative conflicts. Sets of institutional rules can contradict each other and cause conflict. Furthermore, institutions and their distributive consequences for actors, social groups and different strata of society can be questioned and contested.

Hence, there is a strong and ambivalent relationship between these two social phenomena: conflicts make and break institutions; institutions cause and contain conflicts.

Institution-centred conflict theory predicts that specialised institutions, processing a wide range of conflicts via procedures, are conducive to dynamic social order, i.e. makes the institutional framework of society more reliable and hence enables selective change that is not disruptive (does not fragment) society as a whole (cf. Eckert 2004; Zürcher 2004; Dubiel 1992).

According to this theoretical assumption it is not the causes of conflict that explain the impact of conflict on social order, stability and change. Rather, it is a question of specialised institutions that are able to process conflicts from alternative confrontations (or: zero sum games) and the denial of the right of the opponent to be party to the conflict, into more predictable, rule based social action (Koehler 2013).

This rule-based mode of conflict processing is what Elwert identified as procedure (Elwert 2004), Luhmann demonstrated how it generates legitimacy (Luhmann 1983) and Hirschman, calling it the more-or-less approach to conflict, argued that it was at the heart of the cohesion observed in democratic liberal modern societies (Hirschman 1994).

[…]

The model of conflict processing I draw on to approach the problem of social cohesion and change predicts that acts of power manifest in conflicts about the institutional order go a long way to explain institutional change (breakdown, transformation and innovation) while the functional output of institutions (the problems they solve) are key to explain institutional continuity.

The expectation from the model of conflict processing is that if a wide range of conflicts is processed via specialised institutions – procedures – social cohesion as well as adaptive change is best provided. As long as the core social process – i.e. dispute about the best, most appropriate social order – follows reliable and accepted rules, non-disruptive and adaptive institutional change is possible. On the other hand the model predicts that dis-embedded conflicts about the institutional setup of social order would tend towards disruption, fragmentation and violence.

The fundamental problem procedures need to solve is to regulate conflict processing within society in a way that reduces the likelihood of the most destructive forms of collective violence and increases social cohesion. If effective conflict processing protects the functionality of other institutions vital for social order then the question arises of what is protecting the specialised institutions from interference by power? It is unlikely that such institutions are self-enforcing by definition. If they are only protected by secondary institutions which they enable to exist in the first place (e.g. power administered through hierarchal arrangements called statehood) they are fragile; and if they are self-enforcing only under very specific social, economic and political environments (e.g. secular modern societies with developed market economies governed by a democratic state enforcing the rules of law) they are rare.

What follows is that external protection is a likely requirement to stabilise this inter-institutional relationship over time and beyond the reach of social control. This highlights the role of operational statehood for effective societal conflict processing.”

 

Eine Schlussfolgerung hieraus für die Debatte über den extern unterstützten oder herbeigeführten Sturz autoritärer Regime als Demokratieförderung ist, dass ein erfolgreiches Umstellen von struktureller Stabilität durch reine Machthandlungen, die Konfliktaustagung unerbinden, auf dynamische Stabilität durch demokratische Verfahren, die Konfliktaustragung institutionalisieren, nur dann gelingen kann, wenn diese Umstellung extern unterstützt und geschützt werden kann (was wiederum nur unter ganz besonderen Voraussetungen möglich ist). Das erklärt zu einem erheblichen Teil die unterschiedlichen Wandlungs-, Zerfalls- und Stagnationsprozesse zwischen autoritärer Herrschaft, Demokratisierung und Bürgerkrieg in Lateinamerika, Europa und der Arabischen Welt der letzten drei Jahrzehnte.

 


[1] For an introduction into the intellectual history of system focused and actor focused social theory see Schimank 1996: 205ff..

With the weapons of the weak

“Despite Putin’s aggressive use of force and blustery propaganda, Russia is a country in decline. Putin’s illiberal strategy of looking East while waging unconventional war on the West will turn Russia into China’s gas station while cutting off its economy from the Western capital, technology, and contacts that it needs.
Some of Russia’s opponents might welcome the country’s decline on the grounds that the problem will eventually solve itself. But that would be shortsighted. A century ago, the decline of the Austro-Hungarian and Ottoman Empires proved highly disruptive to the international system. A gradual decline, like that of ancient Rome or eighteenth-century Spain, is less disruptive than a rapid one, but ultimately the best scenario would feature a recovering and rebalanced Russia over the next decade.”

http://www.project-syndicate.org/commentary/joseph-s–nye-wants-to-deter-russia-without-isolating-it

Non-linear warfare:

http://www.huffingtonpost.com/robert-coalson/valery-gerasimov-putin-ukraine_b_5748480.html?utm_hp_ref=world#

 http://www.lrb.co.uk/blog/2014/03/28/peter-pomerantsev/non-linear-war/

However: Every man should know his limits. Russia is not Serbia and the US will not support Ukrainian forces to kick out rebels (together with the Russian population if the reference to the Krajina is taken seriously) and confront Russian regular forces. Saakashvili was punished for trying to drag NATO into direct confrontation with Russia. Ukraine should not repeat this mistake. This is not about being right or having the right to do govern your territory – it is about politics, i.e. the art of what is possible under current conditions. (and I would dispute that shelling cities with crude artillery counts as part of those rights or was a smart move at a time a powerful opponent communicated in increasingly brutal terms that an outright victory of Ukrainian forces would be prevented no matter what)

http://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-atempause-vor-dem-naechsten-angriff-1.2120666

Part of the problem is, however, that the Kremlin also feels that the people of Ukraine should not meddle in the affairs of Ukraine…

“He claimed that the Kremlin had warned the West “dozens of times” not to meddle in Ukraine, but that all of Moscow’s warnings went ignored.

[…]

What is President Putin hoping to achieve?

“His ultimate objective is his presidency for life. So, Ukraine has no right to become a democratic, economically open state. From Putin’s point of view, that would create a very bad example for Russia,” believes Andrei Piontkovsky.

He predicts the Kremlin will try to “freeze” the conflict in the Donetsk and Luhansk regions in such a way as to leave Kiev weak and Moscow strong. “

http://www.bbc.com/news/world-europe-29076189

Mikhail Bozhcov: “In einem Punkt bin ich mit Herrn Gauck nicht einverstanden: zur wirklichen und nicht nur oberflächlichen Integration Russlands ist es bis jetzt gar nicht gekommen. Der Westen hat die große Chance dafür Anfang der Neunzigerjahre leider versäumt. Man darf denselben Fehler bei der nächsten Gelegenheit nicht wiederholen.

Denn diese Gelegenheit wird sich früher oder später bestimmt bieten, nachdem Russland von seinen akuten postkolonialen Spannungen allmählich genesen wird. Von der Ukraine Abschied zu nehmen, ist für die Russen unvergleichbar dramatischer, als es etwa für die Franzosen war, Algerien zu verlassen. Keine europäische Macht hat sich von ihrer kolonialen Vergangenheit ohne Gewaltpsychose gelöst. Dadurch ist aber keine weniger europäisch geworden. Wir alle müssen Geduld haben und die langfristige Perspektive nicht aus dem Blick verlieren.”

http://www.sueddeutsche.de/politik/weltkriegs-gedenken-und-ukraine-krise-aus-der-geschichte-lernen-1.2115983

If the Western Democracies and some interested not so democratic countries around Russia really will look on as this struggling regime has an other clumsy go at world history as Putin tries – without license – to stay in the driving seat of European politics in rushing from one destructive tactical victory to the next things could really get out of control. I am sure that the war party in Russia is delighted that this kind of scenario is being spread and is scaring what they perceive to be decandent and easily intimidated western politicians. However, the scenarios described here are well argued and good reading.

Putin’s Nuclear Option

This is taking it a bit far – total war and limited nuclear strikes on Polish cities are clearly not the initial steps Russia would take to test NATOs readiness to defend its Eastern European members. Ambiguous warfare is the more likely scenario even though other more peaceful scenarios are still much more likely. There are, however, three things that really make me worry: (1) Russian state and Russian society is in a very volatile internal situation – for peace in Europe the main risks are most likely not the nasty plans of the Kremlin but what happens when these plans completely fail and destabilise the power vertical (which would also open up opportunities but a nuclear regime in agony and an agitated society in hysteria is a serious risk). (2) Even if you think that the consequences of breaking established rules of international relations can be contained by calling it an exception (creating a sovereign Kosovo, pre-emptive war in Iraq, annexing Crimea, protecting ethnic kin in Eastern Ukraine) sets path dependencies beyond the control of those who broke the rules even if they are otherwise orderly and predictable powers (which Russia is not anymore). (3) In Russia, in Eastern Europe and increasingly in the West scenarios unthinkable only a couple of months ago are now openly discussed and are entering political mainstream discourse. History is being made at breathtaking speed and the direction it takes is truly worrying.

War in Europe is not a hysterical idea

Veteran war journalist Tim Judah reporting on an assault of sorts – certainly not the vezhlevsie zelenye ludy anymore. Rather, a killing machine.

http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2014/sep/05/ukraine-catastrophic-defeat/

Sorokin: Russia is pregnant with Ukraine

http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2014/jul/24/russia-pregnant-with-ukraine/

German original