{"id":620,"date":"2018-01-29T19:04:47","date_gmt":"2018-01-29T18:04:47","guid":{"rendered":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/?page_id=620"},"modified":"2019-03-16T14:14:52","modified_gmt":"2019-03-16T13:14:52","slug":"petersburg-02-01-1992","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/leningrad-zweiter-anlauf\/petersburg-02-01-1992\/","title":{"rendered":"Petersburg, 02.01.1992: Geschichten aus Zentralasien und den USA"},"content":{"rendered":"<p>Bei oben genannter Uni-Dozentin arbeitete einst ein Kirgise als Assistent. Sie kamen beide wohl ganz gut miteinander klar, unterhielten sich vern\u00fcnftig \u00fcber Politik, Reisen usw.. Bis sie eines Tages miteinander tanzen gingen und er sie unverwandt und vollkommen ernsthaft fragte, was eine Braut in Leningrad eigentlich koste. Sie fragte konsterniert zur\u00fcck, wie viel denn bei ihnen und er nannte eine Preisskala.<\/p>\n<p>Darauf gekommen waren wir, weil sie behauptete, da\u00df es so etwas wie einen \u201eSowjetmenschen\u201c tats\u00e4chlich g\u00e4be und das russische Volk seine Eigenheiten ohnehin schon eingeb\u00fc\u00dft habe, ja, es schon gar keine &#8220;Russen&#8221; mehr g\u00e4be. Sie gab meinen Einw\u00e4nden dann mit dieser Geschichte nur in Bezug auf mittel-asiatische Kulturen Recht.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG0116ca96sep.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-627\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG0116ca96sep.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"666\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG0116ca96sep.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG0116ca96sep-300x200.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG0116ca96sep-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie \u00e4u\u00dferte auch die Bef\u00fcrchtung, da\u00df Ru\u00dfland selbst in einzelne Regionen zerfallen werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>I met so much bygone past in the last few months, it confuses my present.<\/p>\n<p>Gestern kam es mir wieder in den Sinn, wie ich einst Sumajah kennenlernte &#8211; die bisher einzige Frau, der ich hinterher lief:<\/p>\n<p>Ich sa\u00df zwei Tage bevor ich Amerika verlassen sollte in einem New Yorker Bus auf dem Weg zu Ronny. Mir gegen\u00fcber sitzend bemerkte ich unschwer eine einnehmend sch\u00f6ne Schwarze, die in der NY-Times las und auch sonst Intelligenz schon im \u00c4u\u00dferen versprach. W\u00e4hrend ich sie interessiert betrachtete, stand ihr Sitznachbar auf und eine fette Akkumulation an vor Geilheit schwitzender Un\u00e4sthetik machte sich auf, den Platz einzunehmen. Ich hatte vorher schon am Rande registriert, da\u00df dieser Fettsack mit Kaper-Flecken unter den Achseln reges Interesse an der Sch\u00f6nheit hatte. Meine Entscheidung, den Platz an seiner Stelle zu okkupieren, wurde durch einen wissenden Augenaufschlag von ihr unterbunden. An der n\u00e4chsten Station stieg sie aus und mir viel erst im anfahren des Busses ein, da\u00df ich mich dieses eine Mal nicht \u00fcber meine Handlungsunf\u00e4higkeit \u00e4rgern wollte; so sprang ich aus der sich schlie\u00dfenden T\u00fcr. Nach diesem Stunt stand ich hinter ihr. Sie war noch nicht losgegangen und besch\u00e4ftigte sich damit, ihre Zeitung einzustecken. Ich sagte &#8220;I have never done this before, but this is not my busstopp.&#8221; Sie sah mich etwas irritiert an und ich wurde, den Unsinn, den ich von mir gegeben hatte, einsehend, rot. &#8220;Well, you drove me out of that bus&#8230; can I take photos of you?&#8221;. Sie l\u00e4chelte mich an und sagte, da\u00df sie es nicht gene habe, sich photographieren zu lassen. Aber treffen k\u00f6nne ich sie schon.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG078.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-623\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG078.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG078.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG078-300x200.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG078-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>[Ich habe sie dann wieder getroffen, am Vortag meiner Abreise. Es stellte sich heraus, dass sie ein Doppelstudium (Medizin und Humanbiologie) an der NYU absolvierte, mit einem Stipendium. Ich war tief beeindruckt. Sie nahm mich mit zu sich nach Hause, bot mir an, bei ihr zu \u00fcbernachten, warnte mich aber vor den schr\u00e4gen Ger\u00e4uschen, die von der Wohnung \u00fcber ihr ausgingen. Dort lebte und arbeitete eine Prostituierte; tags\u00fcber waren die normalen Arbeitsger\u00e4usche zu h\u00f6ren, nachts aber r\u00fcckte sie stundenlang die M\u00f6bel. Genau so war es auch. Am n\u00e4chsten Morgen verpasste ich ums Haar und einigerma\u00dfen absichtlich das Flugzeug zur\u00fcck nach Deutschland.]<\/p>\n<p>&#8211;&gt; <a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/leningrad-zweiter-anlauf\/petersburg-04-01-1992\/\">next page<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei oben genannter Uni-Dozentin arbeitete einst ein Kirgise als Assistent. Sie kamen beide wohl ganz gut miteinander klar, unterhielten sich vern\u00fcnftig \u00fcber Politik, Reisen usw.. 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