{"id":1498,"date":"2018-03-13T13:37:22","date_gmt":"2018-03-13T12:37:22","guid":{"rendered":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/?page_id=1498"},"modified":"2022-06-13T09:48:45","modified_gmt":"2022-06-13T07:48:45","slug":"piter-03-07-1993-29-05-tbilissi-auf-dem-weg-nach-swanetien-bis-zum-02-07-petersburg","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/piter-03-07-1993-29-05-tbilissi-auf-dem-weg-nach-swanetien-bis-zum-02-07-petersburg\/","title":{"rendered":"Piter, 03.07.1993: 29.05 (Tbilissi, auf dem Weg nach Swanetien) bis zum 02.07 (Petersburg)"},"content":{"rendered":"<p><u>TAGEBUCHZUSAMMENSCHRIFT vom 29.05 (Tbilissi, auf dem Weg nach Swanetien) bis zum 02.07 (Petersburg)<\/u><\/p>\n<p>29.05, Flughafen Tbilissi<\/p>\n<p>Eine ganze Generation im Kampfanzug wuchtet grob ihre K\u00f6rper durch die Stra\u00dfen. Keine Grazie, keine Milde, kein Mitleid in den leeren Augen der Stadt. Einzig vielleicht Gnade als letzte der gro\u00dfen, imitierten Gesten der Selbstdarsteller.<\/p>\n<p>Der Krieg, so begrenzt er geographisch auch ist, hat eine ganze Generation ger\u00f6tet. Die wenigen Ausnahmen zeigen sich nicht.<\/p>\n<p>Hier scheint es, als w\u00e4re die Aufteilung in M\u00e4nner- und Frauen\u00adarbeit daf\u00fcr erdacht worden, damit M\u00e4nner auch etwas tun.<\/p>\n<p>Der Gang eines Menschen erz\u00e4hlt viel von dessen pers\u00f6nlicher Geschichte. Besonders bei \u00e4lteren Menschen, deren Gegenwart von fl\u00fcchtigen Gef\u00fchlswallungen nicht mehr ersch\u00fcttert wird.<\/p>\n<p>31.05, Mestia. Morgens.<\/p>\n<p>Um 10.00 treffen mit Akaki (Kako) Nakani, 65j.. Er war die Nacht \u00fcber bei einem Heiler (Dschwinis Mchelgiani), seinem Onkel, um das Rezept einer Zugsalbe zu erfah\u00adren und bei der Zubereitung der Medizin zuzusehen. Der Heiler, der sein Wissen sonst einzig seinen S\u00f6hnen vermittelt, erkl\u00e4rte sich bereit Akaki dieses eine Rezept zu verraten, weil dieser mit eitrigen Hautentz\u00fcndungen oft zu schaffen hat und ferner der engeren Familie des Heilers praktische Hilfe mit seiner Fingerfertigkeit erwie\u00adsen hatte.<\/p>\n<p>Akaki selbst erkl\u00e4rte sich bereit, das Rezept an mich weiterzuge\u00adben. Dies ist f\u00fcr ihn m\u00f6glich, weil er als nicht direkter Sch\u00fcler des Heilers kein Gel\u00fcbde abgelegt hat. In diesem Gel\u00fcbde ver\u00adspricht der Sch\u00fcler, das erlernte Wissen niemand anderem als seinem \u00e4ltesten Sohne (jetzt mitunter auch schon allen S\u00f6hnen) weiterzugeben. Gelobt wird ohne Zeremoniell in einer Kirche. Bleibt die Familie eines Heilers ohne Sohn, nimmt dieser sein Wissen mit ins Grab. So geschah es mit einem Bekannten Schotas (?), dessen Vater ein gro\u00dfer Heiler Anfang des Jhd.&#8217;s war und sein Wissen nur diesem einen, dann Kinderlos bleiben\u00adden Sohn weitergab. Schota erz\u00e4hlte, wie der Vater seinem Sohn zu Kriegszeiten den rechten Arm rettete: Der Sohn war von einer Kugel verwundet worden (?) und da die Wunde einige Tage unversorgt geblieben war, sah der endlich konsultierte Arzt die einzige M\u00f6glichkeit das Leben des jungen Mannes zu retten, in der Amputation des Armes. Der Vater aber sagte sich: &#8220;Was soll ich mit einem Sohn ohne Arm?&#8221; und zog es vor, die Operation selbst vorzunehmen. Als Instrumente standen ihm nur die Werkzeuge zur Verf\u00fcgung, die im Schuppen zur Be\u00adarbei\u00adtung von Holz lagen und Medikamente sowie Bet\u00e4ubungsmittel gab es gar nicht. Mit seinen wundheilenden, antiseptischen und narkoti\u00adsierenden pflanzlichen Mitteln gelang es dem Heiler trotz allen widrigen Umst\u00e4nden, die Wund zu s\u00e4ubern, den fauligen Knochen zu entfernen und den Knochen so zu verbinden, da\u00df der Arm, wenn auch etwas k\u00fcrzer, wieder zusammenwuchs.<\/p>\n<p>Den Eid selbst nannte Schota &#8220;Hippokratischen Eid&#8221;. Dank seiner ist es wohl kein Wunder, da\u00df der schwule Direktor der Abteilung f\u00fcr Heilpflanzen im botani\u00adschen Garten Tbilissis auch nach drei\u00adj\u00e4hriger Feldarbeit in Swanetien nicht ein einziges ernstzunehmen\u00addes einheimisches Rezept mit sich nach Hause nehmen konnte.<\/p>\n<p>Gestern einen sehr sympathischen jungen J\u00e4ger, Dschimtscher Tschertolani (27J.), kennengelernt. Er kennt die Gegend ausge\u00adzeichnet, und ist selbst an Heilpflanzen interessiert (m\u00f6chte von mir lernen &#8211; auch Akaki hofft auf Rezepte von mir). Der J\u00e4ger ist klein, sehr durchtrainiert und hat erst sieben Mal in seinem Leben gesof\u00adfen. In seinen Augen ist viel Freundlichkeit und Offenheit. Er erz\u00e4hlte in gebroche\u00adnem Russisch von siebent\u00e4gigen Jagdaus\u00adfl\u00fcgen in den Norden an die russische Grenze. Mit der Kalaschnikow tr\u00e4fe er die G\u00e4mse nur 1 Mal in zehn Versuchen; mit dem Repe\u00adtier\u00adgewehr stehen die Chancen bessere 1 zu 5, daf\u00fcr k\u00f6nne man mit dem automatischen Gewehr aber hintereinanderweg schie\u00dfen.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0057.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1557\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0057.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"666\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0057.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0057-300x200.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0057-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine einheimische Lehrerin (Ziuri Gabliani) mit guten Kenntnissen der deutschen und englischen Sprache kam abends vorbei und lud uns f\u00fcr morgen zum Essen ein. Ziemlich viel europ\u00e4ische Bildung f\u00fcr die Berge auf einem Haufen.<\/p>\n<p>Erster Eindruck von den Einheimischen: Zur\u00fcckhaltend freundlich, rau, gradlinig &#8211; Highlanders.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0072.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1558\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0072.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"1000\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0072.jpg 651w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia-Svaneti_1994_0072-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>natumzewel<\/em>: Kleine Kapelle auf winzigem Familienfriedhof gelegen. Die Fenster sind winzige Schlitze, wie Schie\u00dfscharten. \u00dcber der T\u00fcr ist ein verfallenes Kreuz einge\u00admei\u00dfelt. Fotos sind auch hier auf den Grabsteinen zu finden, doch bescheidender als in Samtre\u00addia.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere und m\u00e4chtigere Familien haben eigene Friedh\u00f6fe und Kapellen. Auch Familien\u00adikonen sind weit verbreitet. Die T\u00fcrme aus dem 11 und 12 Jhd. ebenso, waren und sind Zeichen der Macht von ein\u00adzelnen Familien. Zur gemeinsamen Verteidigung w\u00e4ren sie v\u00f6llig ungeeignet angeordnet gewesen. Ein vorfeudales Erzpatriachat.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-71.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1559\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-71.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"674\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-71.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-71-300x202.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-71-768x518.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>02.06<\/p>\n<p>Stadtgespr\u00e4ch ist hier jetzt die Reaktion einiger Swanen auf den Besuch ihres Abgeortneten (u.a. Abgeortneter) in Mestia. Da diese es nicht f\u00fcr n\u00f6tig hiel\u00adten, mit dem Volk in irgendeiner Weise Kontakt aufzunehmen, sich deren Sorgen und N\u00f6te anzuh\u00f6ren, wurden sie unter MG-Feuer zur\u00fcck in den Hubschrauber nach Tbilissi ge\u00adjagt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich konnte sich auch eine drastische Preiserh\u00f6hung der Hub\u00adschraubertickets (um 400%) nicht durchsetzen: F\u00fcr die arm lebenden Bergbauern waren die 3000R. schon ein gro\u00dfer Brocken, den es bisher f\u00fcr den einzig noch halbwegs zuver\u00adl\u00e4ssig funktionie\u00adrenden Transportweg aufzubringen galt (Mein J\u00e4ger allerdings, flog auf Anraten eines befreundeten Piloten bisher immer schwarz &#8211; er weigerte sich einfach zu bezahlen und kam damit bisher auch immer durch). Gestern versammelte sich unter diesem Vorwand das ganze emp\u00f6rte Mestia auf der mit K\u00fchen bev\u00f6lkerten Flugweide, um den Hubschrau\u00adber, sollte er kommen, zu kidnap\u00adpen. Der kam aber nicht, weil in Tbilissi eine noch gr\u00f6\u00dfere Gruppe aufgebrach\u00adter Swanen den Flughafen besetzt hatte.<\/p>\n<p>Jetzt fliegen erst einmal gar keine Hubschrauber mehr.<\/p>\n<p><u>G\u00fcldene Zeiten<\/u><\/p>\n<p>C.a. 20km. von Mestia entfernt liegt im Gebirge an einem Bach ein goldreiches Gebiet. Vor vier Jahren arbeiteten dort Geologen. Diese sagten Muradi Tschertu\u00adlani bei ihrer Abreise, da\u00df die Erde dort pro Tonne acht Gramm reinstes Gold berge.<\/p>\n<p>Gewaschen wird nach einem Verfahren, das sich <em>scholobi<\/em> nennt. Ein Schaflies wird auf ein langes Holzbrett genagelt. Auf das Brett wird mit Holzleisten ein Rahmen ange\u00adbracht, der leiterartig Quer\u00adverstrebungen enth\u00e4lt. In diesen Rahmen wird die gold\u00adreiche Erde geschaufelt w\u00e4hrend Wasser vom Flu\u00df \u00fcber die Sprossen flie\u00dft und den leichteren Sand\u00a0 entfernt. An den Sprossen und im Flies bleibt das Gold liegen. Die Legende vom Goldenem Flies r\u00fcht wohl von dieser alten Technik her.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Knastzeit Muradis (ein Jahr Zone in Georgien) passierte es, da\u00df ein Mitgefangener beim Ausgang drei Samenk\u00f6rner des Stech\u00adapfels a\u00df. Binnen einer Vier\u00adtelstunde fing dieser an, sich wie ein Irrer bis aufs Blut zur kratzen, atmete schwer, drehte dann ganz durch und sprang \u00fcber eine \u00fcbermannshohe Mauer in einen verbotenen Teil der Zone. Dort schrie er dann wie ein angestochenes Schwein. Die Soldaten kamen angerannt &#8211; seldsamer Weise aber diesseits der Mauer &#8211; und hie\u00dfen die Gefangenen sich durchz\u00e4hlen (at gunpoint). Folgerten erst so, da\u00df einer fehlte und fanden ihn im verbohtenen Teil. Daf\u00fcr wurden die anderen Gefangenen zur Strafe durchgepr\u00fcgelt. Der\u00a0\u00a0 als Strafma\u00dfnahme f\u00fcr den er folgende Delikatesse aus: Er wurde fortan als der Pederast behandelt, als der er sich seinen Mitgefange\u00adnen gegen\u00fcber gezeigt hatte &#8211; wurde also der Reihe nach durchgefickt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erz\u00e4hlte der ischiaskranke Muradi, betrunken und recht verzweifelt bei mir Geh\u00f6r suchend, da\u00df auch er nun bald anfangen werde zu rauben, weil seine Kinder, nachdem das Mehl ausgegangen sein wird, nach Brot schreien werden. Seine Vorr\u00e4te seien im letzten Jahr draufgegangen, als er 5 abchasische Fl\u00fccht\u00adlinge mit durch\u00adgef\u00fcttert hatte.<\/p>\n<p>Interessant, wie schnell sich herumgesprochen hat, da\u00df ich mich f\u00fcr Heilpflanzen interessiere: Nicht da\u00df mir Einheimische ihre Rezepte verraten w\u00fcrden &#8211; im Gegenteil kommen jetzt laufend ir\u00adgendwelche Typen mit ihren Wehwehchen zu mir und bitten um Rat. Einen Deppen mit Zahnschmerzen gelang es mir schon fast, in die Welt der Schatten zu versetzen, indem ich ihm das gute, alte Bilsenkraut zu rauchen gab. Er meinte am n\u00e4chsten Tag: &#8220;Ja, die Schmerzen waren weg, aber H\u00e4nde, Beine, nicht mehr meine!&#8221;<\/p>\n<p>&#8211; <em>lile<\/em> = Hymne an die Sonne, aus vorchristlicher Zeit<\/p>\n<p>&#8211; <em>narsan<\/em> = Swanetisches Mineralwasser<\/p>\n<p>Gott ist bei den Swanen &#8220;Der Gott der G\u00f6tter&#8221;. An zweiter Stelle steht formal der Erzengel\u00a0 (Gabriel oder Michael?), und danach, oft sogar die wich\u00adtigste Position einnehmend, der Heilige Georg als Schutzheiliger des b\u00e4urischen Lebens.<\/p>\n<p>&#8211; <em>mechschi<\/em> = Der Sippen\u00e4lteste<\/p>\n<p>07.06<\/p>\n<p>Ieli &#8211; ein Dorf an einem der Zufl\u00fcsse des Inguri gelegen, da\u00df f\u00fcr seinen Reichtum an Gold so bekannt ist, da\u00df vor zwei Wochen 4 Banditen ein paar H\u00e4user ausgeraubt haben.<\/p>\n<p>Weiter erz\u00e4hlte Dschimtscher, da\u00df sich ein J\u00e4ger vor ca. 12 Jahren im Gebirge bei Uschguli verirrt habe. Als der Nebel sich nach drei Tagen endlich lichtete, wurde er von einem goldenem Felsen, der zwischen zwei Steilw\u00e4nden verborgen lag, so sehr geblendet, da\u00df er wenige Tage sp\u00e4ter sein Augenlicht ganz verlor. Ein Bach flie\u00dfe zwischen den Steilw\u00e4nden herab und f\u00fchre Mengen von Gold mit sich. Damit stopfte sich der J\u00e4ger seine Taschen voll und ging nach Haus zur\u00fcck, blind zu werden und auf seinen Neffen zu warten, um einzig ihm sein Geheimnis zu verraten. Der Neffe kamm aber wenige Tage zu sp\u00e4t, der erblindete Alte lag schon ohne Bewu\u00dftsein im Sterben.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Jahr wollen wir zusammen die Wand suchen.<\/p>\n<p>In Mestia wird den D\u00f6rflern aus den Bergen der gleiche provinziel\u00adle Hochmut ent\u00adgegengebracht, wie in Tbilissi den Mestianern.<\/p>\n<p>Mein J\u00e4ger erz\u00e4hlte mir gerade, da\u00df viele der Russen, die in Swane\u00adtien leben, tat\u00ads\u00e4chlich wie Sklaven gehalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In betscho z.B., lebten ca. 40 Russen in Familien &#8211; nur zum Arbei\u00adten. Einige von ihnen w\u00e4ren in Sibirien, wo viele junge Swanen auf Zeit arbeiten, angelockt worden, mit Versprechungen darauf, da\u00df Swanetien noch das letzte freie Trinker\u00adparadies der Sowjetunion sei. Hier angekommen werde ihnen der Pa\u00df abgenommen und sie werden ohne Entgelt und ratscha zum Arbeiten gezwungen. Andere suchen als Verbrecher auf der Flucht Deckung vor ihren H\u00e4schern im gesetzlo\u00adsen Swanetien. An die Miliz wird auch in der Tat niemand ausgeliefert. Dann g\u00e4be es, darf man Schota Glauben schenken, noch ein paar Tramps, die zun\u00e4chst im sonnigen Ab\u00adchasien flaniert h\u00e4tten, dann, als der Krieg ausbrach, aber einen hei\u00dfen Arsch bekommen h\u00e4tten und unwillig dem Geruch des Selbstgebrannten entgegen nach Osten in die Berge gezogen seien. Es komme oft vor, da\u00df diese in allen F\u00e4llen seltsamen Wesen aus den Kellern der sowjet. Gesell\u00adschaft unter Anwendung von brutaler Gewalt zur\u00fcckgehalten werden, wenn sie aus der Familie, in der sie arbeiten, gehen wollen. Es komme auch vor, da\u00df sie nach Lust und Laune zu\u00adsammengeschlagen werden. Ich fragte Dschimtscher, ob es auch zu Morden und Tod\u00adschl\u00e4gen komme und er antwortete: &#8220;Nein, aber oft w\u00e4re es besser f\u00fcr sie.&#8221;. Mischa, ein Russe aus Moskau und Walodja, ein Ukrainer aus Petersburg, sind aber nach eigenen Aussagen noch freiwillig hier. Walodja, ein unglaublich verlebter\u00a0 mit fiesen gr\u00fcnen Augen, war vor kurzem von Schotas Bruder, dem Chefarzt des Kran\u00adkenhauses Mestias, wegen Trunkenheit und ungeb\u00fcrlichem Verhalten aus dem Haus gejagt worden. Mischa, der zu der Gruppe der Ent\u00adlaufenen z\u00e4hlt, flucht tats\u00e4chlich kaum noch. In Gegenwart von Swaninnen versagen sich dies wohl alle Russen, so schwer es ihnen auch f\u00e4llt, denn die Reaktionen der Swanen sind nicht selten schmerzhaft f\u00fcr die Wortr\u00fcpel.<\/p>\n<p>lip&#8217;anali (beschrieben bei Wero Bardawelidse)<\/p>\n<p>Schota erz\u00e4hlte von einem interessanten Fest mit selbigem Namen, das im Februar zur Ehre der toten Ahnen abgehalten wird.<\/p>\n<p>Die Toten sind wie anwesend: Am ersten Abend des Festes werden die T\u00fcren ge\u00f6ffnet, die \u00c4ltesten gehen hinaus auf den Hof und laden die Toten mit freund\u00adlichen Worten ein, hereinzukommen. Die folgen\u00adden Tage wird im Hause nur mit gesenkter Stimme gesprochen, jeder L\u00e4rm wird vermieden um die Toten nicht zu verschrecken. Dann, nach 3 bis 5 Tagen (abh\u00e4ngig vom rel. Kalender), wird ein Bankett gehal\u00adten. F\u00fcr die Toten wird symbolisch mitgedeckt und ihre Pokale werden mit Wein gef\u00fcllt (gestorbene Kinder und Frauen, die nicht tranken bekommen Milch eingeschenkt). Nach dem Essen werden die Toten wieder auf den Hof begleitet und verabschiedet.<\/p>\n<p>Anwesend sind alle Verstorbenen, an deren Namen man sich noch erinnert.<\/p>\n<p>Zu dem Tod seiner Eltern, bei dem er in beiden F\u00e4llen anwesend war, bemerkte Schota mit kaltem Schaudern: &#8220;\u041a\u0430\u043a \u0438\u043c \u0445\u043e\u0447\u0435\u0442\u0441\u044f \u0436\u0438\u0442\u044c, \u0434\u043e \u043f\u043e\u0441\u043b\u0435\u0434\u043d\u043e\u0433\u043e \u0441\u0435\u043a\u0443\u043d\u0434\u0430. \u042f \u043d\u0435 \u0434\u0443\u043c\u0430\u043b, \u0447\u0442\u043e \u0441\u0442\u0430\u0440\u0438\u043a\u0438 \u0442\u0430\u043a \u0445\u043e\u0442\u044f\u0442 \u0436\u0438\u0442\u044c&#8230;&#8221;<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia_1997_0033.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1560\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia_1997_0033.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"669\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia_1997_0033.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia_1997_0033-300x201.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji-100_Georgia_1997_0033-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In einer Zeit, in der es dem Menschen m\u00f6glich ist, alle Sch\u00f6pfung auf Erden zu vernichten, kann es keine klassische Philosophie mehr geben.<\/p>\n<p>Nochmal Schota:<\/p>\n<p>Unbefriedigte georgische Frauen reisten schon seit langem in die T\u00fcrkei, um sich dort f\u00fcr Geld durchv\u00f6geln zu lassen. Als das in Tbilissi bekannt wurde, gab es gro\u00dfen L\u00e4rm und es wurde eine regelrechte Hexenjagt auf die &#8220;Sch\u00e4nder des georgischen Volkes&#8221; veranstaltet (er erz\u00e4hlte das als Sympathisant der J\u00e4ger).<\/p>\n<p>Georgische Mannsbilder f\u00fchren aber schon immer nicht zur Erholung ans Meer, sondern um sich f\u00fcr ihre keuschen georgischen Jungfrauen an russischen Ziel\u00adscheiben in Form zu schie\u00dfen. Einzig Anton und Dschimtscher zeigten eine gewisse Achtung vor Russinnen. Doch auch sie k\u00f6nnen sich nur die Ehe mit einer Frau vorstellen, die sie selbst entjungfert haben.<\/p>\n<p>Schota: &#8220;In den F\u00fcnfziger Jahren gab es in Tbilissi drei Schlampen und von denen wu\u00dfte jeder: Die eine in der Altstadt, die andere verkaufte Brot in der Studenten\u00adstadt und die dritte wohnte in Saburtalo. Bljatstwo gab es damals nicht.&#8221;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nannte er die 16 Frauen und M\u00e4dchen, die im April &#8217;89 von russischen Sondereinheiten erschlagen worden waren &#8220;Huren und Nutten&#8221;, wohl weil sie sich f\u00fcr Politik interessiert hatten.<\/p>\n<p>Weiter bemerkte er etwas verbittert: &#8220;Als das Gerede von Ge\u00adschlechtskrankheiten bei uns in den 80&#8217;gern losging, habe ich das Interesse verloren, mit Frauen zu schlafen. Ich bin sehr ent\u00adt\u00e4uscht von den Frauen.&#8221;<\/p>\n<p><u>Friedh\u00f6fe in Swanetien<\/u><\/p>\n<p>Allg. bescheidener angelegt. Der Imagekult besteht aber auch hier, Fotos auf allen Grabsteinen. Dieser Kult um die Erscheinung der individuellen verstorbe\u00adnen Pers\u00f6n\u00adlichkeit scheint &#8211; zumindest in Swanetien &#8211; schon vor der nach Ersatz\u00adsymbolen for\u00addernden Sowjet\u00adzeit bestanden zu haben: In einem Ethnologiebuch \u00fcber Georgien fand ich Abbildungen von Gr\u00e4bern in Swanetien aus dem Ende des letzten Jhd&#8217;s, auf denen Grabsteine zu erkennen waren, die mit gemei\u00dfelten Nachbildun\u00adgen des Antlitz des Verstorbenen versehen waren.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1561\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"653\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-2.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-2-300x196.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-2-768x502.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heute gibt es diese Nachahmungen in allen Fassons: Skulpturen, Photos in allen Gr\u00f6\u00dfen, Portr\u00e4ts, bei denen ganz deutlich k\u00fcnst\u00adlerische Ausdruckskraft keiner\u00adlei Rolle spielt und die vielmehr von Profis an Gros produziert werden. Diese Abbildungen, ein\u00adschlie\u00dflich der Fotos, sind meist stilisiert und zeigen den Ver\u00adstorbenen in Lebensbl\u00fcte. Es sind aber vereinzelt auch Totenmasken anzutref\u00adfen. Die Fotos auf den Grabsteinen werden mit einem beson\u00adderen \u00c4tzverfahren auf den Marmor \u00fcbertragen. Hier findet man neben dem Portr\u00e4t auch oft charakteri\u00adstische materielle Symbole aus dem Leben des Toten. So f\u00fcr Piloten Flugzeuge, f\u00fcr Soldaten Waffen usw.. Die Symbolik des Christentums findet man selten &#8211; wenn nur in Form des spez. georgischen Wein\u00adkreuzes der Nino.<\/p>\n<p>Weiter befindet sich auf den nicht selten eingez\u00e4unten Gr\u00e4\u00adbern meistens ein kleiner Tisch mit einem Teller, einem Glas und einer Flasche. Die Flasche ist mit Wein oder &#8220;Ratscha&#8221; &#8211; dem swanetischen, aus Brot gebrannten Wodka &#8211; gef\u00fcllt. Kommt ein Freund oder Verwandter des Toten vorbei, trinkt er ein Glas auf ihn, nachdem er etwas Fl\u00fcssigkeit auf den Boden gegossen hat. An den vielen Tagen, an den man dem Todestag gedenkt, versammeln sich die n\u00e4heren Freunde und Verwandten auf dem Grab und fespern.<\/p>\n<p>In Tbilissi sind Friedh\u00f6fe deshalb ein beliebter Anlaufpunkt f\u00fcr Penner und Obdach\u00adlose, die sich \u00fcber Speis und Trank der Toten hermachen. Besonders bei frischen Toten wird reich Aufgedeckt.<\/p>\n<p>Auch Mausoleen trifft man nicht selten: Von heruntergekommenen Baracken bis zu kleinen H\u00e4usern jede G\u00fcteklasse. Darin dann Ab\u00adbildungen aller Art und Gr\u00f6\u00dfen. Gem\u00fctliche Sitzecken, in Samtredi ja sogar mit Fernseher und K\u00fchlschrank.<\/p>\n<p>In Ip&#8217;rari h\u00e4ngt noch eine weitere Ikone des genialen k\u00f6niglichen K\u00fcnstlers Theodori (12&#8217;tes Jhd. &#8211; David Achmasch.). Viele gro\u00dfe Kunstwerke der georgischen Bl\u00fctezeit sind in Swanetien, das ja bis zur Sowjetzeit nie von Fremden eingenommen wurde, erhalten geblie\u00adben.<\/p>\n<pre><em>An alle Ethnonostalgiker und Carlos Castaneda Freaks:<\/em>\n\n<em>Bin Mensch<\/em>\n\n<em>und habe mich in diesem Sinne<\/em>\n\n<em>von der Erde hochgerissen.<\/em>\n\n<em>Die D\u00e4rme sind geblieben <\/em>\n\n<em>an der Erde h\u00e4ngen.<\/em>\n\n<em>\u00a0<\/em>\n\n<em>Will mein Menschsein nicht ableugnen;<\/em>\n\n<em>sehne mich nach der Erde,<\/em>\n\n<em>suche sie, sp\u00fcre ihr Pochen - diesen Alpdruck.<\/em>\n\n<em>Lasse die Sehnsucht sogar zu, manchmal,<\/em>\n\n<em>wenn ich mich in ihrer Umarmung befinde.<\/em>\n\n<em>\u00a0<\/em>\n\n<em>Aber:<\/em>\n\n<em>Werde mit meinem Schicksal nicht hadern!<\/em>\n\n<em>Mu\u00df doch Mensch sein<\/em>\n\n<em>mit aller Trag\u00f6die, die dazu geh\u00f6rt.<\/em>\n\n<em>Eher der Faust, eher der Peer Gynt<\/em>\n\n<em>als Buddah oder Carlos.<\/em>\n\n<em>Die Tiere sind wir nicht mehr,<\/em>\n\n<em>wir sind es nicht<\/em>\n\n<em>und damit bleibt keine Frage zum entscheiden.<\/em>\n\n<em>Wir spielen die Alternative nur.<\/em><\/pre>\n<p>\u041c\u0430\u043c\u0430, \u0440\u0430\u0434\u0438 \u043c\u0435\u043d\u044f \u043e\u0431\u0440\u0430\u0442\u043d\u043e! Ich denke, da\u00df wir zwei M\u00f6glichkeiten haben: Entweder wir sind blind&#8230; oder wir sind im gro\u00dfen ungl\u00fcck\u00adlich. Ignorance is bliss. Der Ruf der Wildnis ist vielleicht wirklich ein Ruf zur\u00fcck in die Unwissenheit, zur\u00fcck zum Geheimnis.<\/p>\n<p>Schota bereut, sich keine Zweitfrau in Mestia zugelegt zu haben. Dies w\u00e4re ohne weiteres m\u00f6glich gewesen und ist ihm auch angeboh\u00adten worden. Da seine Frau, aus Gori stammend, meist dort oder in Tbilissi ist, fehlt es ihm in Swaneti an Nestw\u00e4rme.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1562\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"653\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-300x196.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SW_1993_Svanetien_Museeumseinbruch-768x502.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sinnbild Georgiens: Im Garten hinter dem Ethnographischen Museum Mestias, in Rich\u00adtung der f\u00fcnfzig Meter entfernt stehenden wei\u00dfen Kirche, trifft das be\u00adtrachtende Auge zun\u00e4chst auf einen schnee\u00adwei\u00dfen Felsbrock, in dessen nat\u00fcrli\u00adcher Nische Kerzen\u00adst\u00e4nder und ein Ninokreuz angebracht sind. Dahinter dann gleich die georgisch\/sowjetische Flagge, von der die Sowjetzeichen einfach entfernt wurden. Dahinter dann, direkt vor der Kirche, die jetzt als einziger Ausstellungsraum genutzt wird, ein Verteilerkasten und Strohmmast.<\/p>\n<p><u>Swanskij Dom<\/u> (Geburtshaus Michail Hergianis)<\/p>\n<p>Im Wohnraum befindet sich die Feuerstelle in der Mitte. \u00dcber dem Feuer sind auf einer Holzlade Steine als Feuerschutz aufgeh\u00e4ngt. Es soll keine \u00dcberlieferung geben, die besagte, da\u00df ein dieserart gebautes Haus Feuer gefangen h\u00e4tte. Um den Herd herum gruppierte sich die Gro\u00dffammilie: Der Familien\u00e4lteste erh\u00f6ht im verzierten h\u00f6lzernen Lehnstuhl. Dieser Platz wurde nur an G\u00e4ste abgegeben. Auf einer Bank hiner ihm, ebenfalls erh\u00f6ht, sa\u00dfen die M\u00e4nner. Die Frauen fanden auf einer niedrigen, schlich\u00adten Bank direkt am Herd Platz, wenn sie \u00fcberhaupt Zeit hatten sich zu set\u00adzen. Das Vieh, einziges Ma\u00df f\u00fcr Wohlstand, befand sich in Stallungen an den W\u00e4nden des Raumes, in ein\u00adzelnen, mit vielerlei Schnitzerei ver\u00adzierten Stallungen und diente so als Bioheizung. Der Kopf des Viehs reichte in den Wohnraum hinein. Dort stand auch der Futter\u00adtrog.<\/p>\n<p>Der Rauch zog nicht ab sondern stand \u00fcber den K\u00f6pfen der Bewohner. Der F\u00fchrer erw\u00e4hnte, da\u00df man glaube, Rauch sei gut f\u00fcr die Augen: Selbst die alten Bewoh\u00adner dieser H\u00e4user sollen so gut gesehen haben, da\u00df sie Tags\u00fcber die Sterne am Himmel ausmachen konnten. Salz hingegen sei schlecht f\u00fcr die Sehsch\u00e4rfe.<\/p>\n<p><u>Jagd<\/u><\/p>\n<p>Die Jagd ist in Swanetien eine der angesehensten Bet\u00e4tigungen und von daher mit vielen Traditionen verbunden. So soll der J\u00e4ger ein bis zwei Wochen, bevor er auf die Jagd geht, nicht mit einer Frau schlafen. Weiter soll das Haus rein sein, wenn er es verl\u00e4\u00dft; d.h., da\u00df keine im Haus wohnende Frau ihre Regel\u00adblutungen haben soll. Hat sie trotzdem ihre monatliche &#8220;Krankheit&#8221; (wie Dschimt\u00adscher sich ausdr\u00fcckte), sollte sie einige Tage bei den Nachbarn wohnen. Der J\u00e4ger reinigt sich selbst, bevor er auf die Jagd geht. Auf der mehrt\u00e4gigen Jagd wird kaum gegessen und nur wenig geschla\u00adfen. Bevor Beute gemacht wird, sollen die J\u00e4ger beten. \u00dcberhaupt hielt Dschim. all diese Traditionen f\u00fcr Beweise der starken Christlichkeit der J\u00e4ger.<\/p>\n<p>Untereinander sind die J\u00e4ger angehalten, achtsam miteinander umzugehen.<\/p>\n<p>Wenn sie Steinbock (?) (Dschiwuli) (Beute) sehen, pirschen sie sich nicht sofort an, sondern setzen sich erst noch zusammen, trinken reinen Korn (&#8220;Na\u00adtachan&#8221;) und beten zu Gott auf gutes Gelingen.<\/p>\n<p>Der erste Trinkspruch (vor dem ersten Bissen nach erfolgreicher Jagt gespro\u00adchen) lautet \u00fcbersetzt: Auf das der J\u00e4ger jedesmal so erfolgreich von der Jagd zur\u00fcckkeh\u00adre, wie dieses Mal.<\/p>\n<p>Die Trinkspruchrunde ist nur beim Trinken auf die Toten (nach links) und beim dritten Trinkspruch auf den Heiligen Georgi (nach rechts) festgelegt. Ansonsten wird das Rederecht zuerst vom Tamada und dann dem jew. Redner weitergegeben.<\/p>\n<p>Die J\u00e4ger erz\u00e4hlten, da\u00df es fr\u00fcher den Alten verg\u00f6nnt war, Er\u00adscheinungen ihrer toten S\u00f6hne zu sehen. Einmal aber wollte ein Vater seinen Sohn nich zur\u00fcck lassen in die Welt der Schatten und wagte es, ihn zu umarmen. Seitdem sehen die V\u00e4ter ihre S\u00f6hne nicht mehr.<\/p>\n<p>Dschimtscher geht davon aus, da\u00df es durchaus n\u00fctzlich sei, sich einmal im Jahr wie eine Schlange zu pellen (durch Sonnenbrand).<\/p>\n<p>Tel. Komas (Anton): 444336<\/p>\n<p><em>Der Gang &#8211; er ist das Archaische. Wir sind ins Menschsein hin\u00adeingegangen, von Anfang an.<\/em> Ob wir heute gehen oder vor zwei Millionen Jahren gegangen sind, ist egal. Die Rede hinhegen, sie ist Abstraktion, Gedanke, Macht.<\/p>\n<p>Musik ist dem Gang n\u00e4her als der Rede.<\/p>\n<p>Es gibt einen Glauben, nach dem der Charakter des Menschen von der Mondphase ab\u00adh\u00e4ngig ist, w\u00e4hrend der er geboren wurde.<\/p>\n<p>Die D\u00e4cher der T\u00fcrme (und einiger trad. H\u00e4user) bestehen aus zweilagig liegen\u00adden einfachen Holzplanken. Sie halten bis zu 25-30 Jahren und lassen kein Wasser durch. Jetzt stirbt dieses Handwerk aber schon aus.<\/p>\n<p>Auch das Ph\u00e4nomen der swan. T\u00fcrme weist darauf hin, da\u00df das Selbstverst\u00e4ndnis der Swanetier bis in j\u00fcngste Zeit von der Sippe bestimmt ist und nicht etwa von Region, Nation u.\u00e4.. Sie dienten dazu eine Familie gegen eine andere zu be\u00adsch\u00fctzen. Zur gemeinsamen Verteidigung gegen einen \u00e4u\u00dferen Feind w\u00e4ren sie idiotisch an\u00adgeordnet.<\/p>\n<p>In Windscheri gibt es eine Kirche, in der f\u00fcr gutes Wetter gebetet wird. Vor nicht langer Zeit versammelten sich dort nach einer langen Trockenheit viele Menschen und beteten gemeinsam um Regen. noch w\u00e4hrend des Gebetes braute sich ein solcher Hagel\u00adsturm zu\u00adsammen, da\u00df alle Ernte, die noch \u00fcbrig war, vernichtet wurde. Seitdem ist man sich nicht ganz dar\u00fcber eins, wie man zu dieser Kirche stehen soll.<\/p>\n<p>Ziali Tschertulani &#8211; Direktorin des Ethn. Museums. Wollte von einem Professor der Humboldt Uni (Linguist, Spezialist f\u00fcr kauk. Sprachen) noch eine Karte zur\u00fcck\u00adhaben, die der sich vor ein paar Jahren geliehen hat.<\/p>\n<p>In Swanetien gibt es eher als im \u00fcbrigen Georgien einen Ahnenkult anstelle eines Kinderkultes. Die Vorfahren spielen die entscheide\u00adne Rolle im Wertesystem der Menschen.<\/p>\n<p>Schota erw\u00e4hnte, da\u00df die Alten sehr viel mehr Aufmerksamkeit ben\u00f6tigten, als die Kinder.<\/p>\n<p>Meine beiden Kumpel (Dschimt. uns Niko\/Koma) gehen auch davon aus, da\u00df Frauen\u00adraub durchaus anst\u00e4ndig sei. Die M\u00e4dchen seien einfach zu sch\u00fcchtern um zu ihrer Liebe zu stehen. Daher bliebe den Buben nichts \u00fcbrig, als sie gewaltsam zu ihrer Liebe zu f\u00fchren. So erz\u00e4hlte Koma, wie sein Nachbar sich seine nebecta kidnappte. Das M\u00e4dchen wurde dann von den Frauen im Hause des Kidnappers dazu \u00fcberredet auf den Dachboden zu gehen. Dorthin folgte der l\u00fcsterne Knabe und v\u00f6gelte sie durch. Die Schreie des M\u00e4dchens seien den ganzen Abend zu h\u00f6ren gewesen. Koma stieg au\u00dfen am Haus hoch zum Fenster und schaute sich das Spektakel an. Als die Eltern des M\u00e4dchens endlich kamen, war das Jungfernh\u00e4utchen nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst gerissen. Sie nahmen ihre Tochter seltsamer Weise trotzdem zur\u00fcck zu sich nach Hause. Dem M\u00e4dchen blieb es also, sich entwe\u00adder schleunigst in ihren Ficker zu verlieben, oder aber als entweihte zu vertrocknen. Sie entschied sich f\u00fcr ersteres und lie\u00df sich erneut klauen.<a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-34.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1563\" src=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-34.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"671\" srcset=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-34.jpg 1000w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-34-300x201.jpg 300w, http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DIA-Fuji100_svaneti_1994_-34-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erstaunt fragte mich mein J\u00e4ger, was ich denn t\u00e4te, wenn ich in Deutschland ein M\u00e4dchen sehr liebte, diese sich aber nicht bereit erkl\u00e4rte, mich zu heiraten. Er spielt wohl ernsthaft mit dem Gedanken, seine Geliebte hier, eine Nachbarin, zu rauben. Er geht davon aus, da\u00df ihr Vater sie einfach als j\u00fcngere Schwester nicht aus dem Haus geben wolle, bevor die \u00e4ltere Schachtel nicht unter der Haube sei. Von der Lehrerin wei\u00df ich aber, da\u00df das M\u00e4dchen selbst nicht will.<\/p>\n<p><em>reh<\/em> &#8211; eine Pflanze, die nach Aussagen meines J\u00e4gers Schlangen im Magen von Menschen zerlegen w\u00fcrde. Zwei Wanderer gingen in die Berge um zu arbeiten. Sie \u00fcbernachteten im Freien. Einer von ihnen wachte auf und sah, wie dem anderen eine gro\u00dfe Schlange in den Schlund kroch. Er sagte nichts, um seinen Kameraden nicht zu erschrecken, sondern vereinbarte am n\u00e4chsten Morgen eine Wette, nach der derjenige gewinne, der am meisten reh esen k\u00f6nne. So rettete er seinen Freund.<\/p>\n<p>Tannenharz wird als Kaugummi gekaut.<\/p>\n<p>Nach Schota geht die Tradition, nach der alles Wissen um die Heilkunde nur von Vatermund zu Sohnenohr weitergegeben werden darf, zur\u00fcck auf den Hippokratischen Eid, in dem es so festgelegt sei. Ein Gemeinschaftsgef\u00fchl scheint in Swanetien sehr eng auf die patriarchalische Familie begrenzt zu sein. Andere Familien werden schon als potentielle Feinde empfunden. Identit\u00e4t wird von den m\u00e4nn\u00adlichen Vorfahren abgelei\u00adtet.<\/p>\n<p>So hat eine Snatok in Kriegszeiten einen komplizierten Armbruch seines Sohnes selbst operiert, weil die \u00c4rzte den Arm amputieren wollten. Der Snatok aber fragte sich, was er denn mit einem ein\u00adarmigen Sohn anfangen solle und s\u00e4gte mit primitivsten Instrumen\u00adten und eigener Medizin den faulen Teil des Knochens ab. Der Arm wuchs wieder zusammen und der junge Mann genas mit etwas k\u00fcrzerem Arm. Das unglaubliche Wissen des Snatocks verfiel jetzt, weil sein Sohn keine m\u00e4nnlichen Nachfahren zustande brachte.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrme k\u00f6nnen nicht verkauft werden. Sie bleiben immer Familienbesitz und gehen an den Erbsohn \u00fcber. Einzig die Familie Hergiani, die ca. 8 T\u00fcrme ihr Eigen nennt, nahm es sich jetzt heraus, einen Turm an das einheimische Museum zu verkaufen.<\/p>\n<p>Es gibt einen Fall in Ifari, wo ein junger Mann ein M\u00e4dchen so sehr liebte, da\u00df er ihr eigens einen Turm auf einem Felsen im Flu\u00df baute. Dieser Turm wurde zu Gemein\u00adeigentum, weil aus der nicht erwiederten Liebe keine Nachkommen her\u00advorgegangen sind.<\/p>\n<p>ci\u00b0chwarulic koschki \/ lelati mu\u00b0chwam<\/p>\n<p>ja ljublju tebja: wici mal\u00e4d<\/p>\n<p><em>Medizin und Macht. Die Macht \u00fcber die Gesundheit des Menschen.<\/em> So als Thema.<\/p>\n<p>Das Gel\u00fcbde, das die S\u00f6hne ablegen ist mehr ein Bund, der geheim vor Gott geschlos\u00adsen wird.<\/p>\n<p>Batumi<\/p>\n<p>Das Hotel, in dem wir in Batumi abgestiegen sind, h\u00e4lt einige \u00dcberraschungen in Reserve. Balkons als Kinderfallen mit Bratrohreffekt im 15&#8217;ten Stockwerk, Zimmernum\u00admern die ausgegeben werden nachdem der Lift zu den ersten ausgegebenen Nummern nicht funktionierte und die Ersatznummern mit Eisengitter verriegelt war, aber gar nicht existieren, Messerstechereien im Kaffee um irgendwelche russischen Huren usw..<\/p>\n<p>\u0412\u0440\u0435\u043c\u044f \u0442\u0435\u0447\u0435\u0442 \u043c\u0435\u0434\u043b\u0435\u043d\u043d\u043e \u0438 \u0432\u0438\u0437\u043a\u043e\u0437\u043d\u043e \u0432 \u043b\u0435\u0442\u043d\u043e\u0439 \u0436\u0430\u0440\u0435. \u042f \u0445\u043e\u0447\u0443 \u043b\u044e\u0431\u0438\u0442\u044c \u0447\u0435\u043b\u043e\u0432\u0435\u043a\u0430. \u0426\u0435\u043b\u043e\u0433\u043e\u2026 \u041d\u0435 \u0445\u043e\u0447\u0443 \u044f \u0445\u0440\u0430\u043d\u0438\u0442\u044c \u0446\u0435\u043d\u043d\u043e\u0433\u043e \u0438\u043c\u0443\u0449\u0435\u0441\u0442\u0432\u043e.<\/p>\n<p>Mit welch geiler Lust die Alte Tomaten fri\u00dft&#8230; . Alte Lust mit triefender Scham. Liegt verfallen wie eine Skizze Egon Schieles &#8211; seltsam, da\u00df sie noch lebt und denkt. Die N\u00e4gel der grauen, nackten F\u00fc\u00dfe schlagen anarchisch in alle Richtungen aus und das wilde Fleisch hat vielerorts den Nagel schon ganz verdr\u00e4ngt.\u00a0 (Im Zug von Odessa nach Simferopol).<\/p>\n<p>Inna auf dem Weg in die Ukraine, zur Mutter einer Freundin, die sich dort in einen Knackie verliebt hatte.\u00a0 Der wohnte dort zusammen mit seinem Bruder, mit dem er nach sieben j\u00e4hriger Haft entlassen worden war, dessen Frau und deren Tochter. Die Tochter sah ein Buch in Innas H\u00e4nden und rief freudig aus: &#8221; Oh, wir hatten im letzten Jahr auch ein Buch &#8211; nur etwas gr\u00f6\u00dfer&#8230;&#8221;. Was mit dem Buch geschehen war, erkl\u00e4rte sich, als Inna der Frau vorschlug, eines der vielen herumliegenden Journale zu lesen: Diese bemerkte erstaunt, da\u00df die Journale zum s\u00e4ubern des Hinterns verwandt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8211;&gt; <a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/russland-ruckkehr-und-abschied\/\">next page<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TAGEBUCHZUSAMMENSCHRIFT vom 29.05 (Tbilissi, auf dem Weg nach Swanetien) bis zum 02.07 (Petersburg) 29.05, Flughafen Tbilissi Eine ganze Generation im Kampfanzug wuchtet grob ihre K\u00f6rper durch die Stra\u00dfen. Keine Grazie, keine Milde, kein Mitleid in den leeren Augen der Stadt. Einzig vielleicht Gnade als letzte der gro\u00dfen, imitierten Gesten der Selbstdarsteller. Der Krieg, so begrenzt &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/piter-03-07-1993-29-05-tbilissi-auf-dem-weg-nach-swanetien-bis-zum-02-07-petersburg\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Piter, 03.07.1993: 29.05 (Tbilissi, auf dem Weg nach Swanetien) bis zum 02.07 (Petersburg)&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1556,"parent":1077,"menu_order":71,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1498","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1498"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1498\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9965,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1498\/revisions\/9965"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1077"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1556"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}