{"id":1403,"date":"2018-03-12T17:06:47","date_gmt":"2018-03-12T16:06:47","guid":{"rendered":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/?page_id=1403"},"modified":"2019-03-16T14:16:30","modified_gmt":"2019-03-16T13:16:30","slug":"tbilissi-29-marz-1993","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/tbilissi-29-marz-1993\/","title":{"rendered":"Tbilissi, 29. M\u00e4rz 1993: Botanischer Garten"},"content":{"rendered":"<p>Die guten Geister dieser Welt bedienen sich, daran glaube ich fest, des Absurden im Allt\u00e4glichen, um den Menschen nicht an seinem Gr\u00f6\u00dfenwahn eingehen zu lassen. So heute, von Lebensangst auf die Stra\u00dfe in Richtung Botanischen Garten getrieben, mich von Marina mit netten Worten eindecken lassen. W\u00e4hrend wir nebeneinander hergingen, er\u00f6ffnete sie mir, da\u00df ich der einzige Mensch sei, dem sie mit Vergn\u00fcgen beim Sprechen in die Augen schauen k\u00f6nne. Ich wandte also den Blick von ihr ab zum Boden hin und bemerkte, da\u00df aus ihrem rechten Hosenbein eine Perlonstrumpfhose herausgeschlabbert war und schon ein paar Kilometer hinaushing. Ich rettete mich also aus meinem Geziere, indem ich die alte &#8220;\u00c4h, bei Ihnen kocht die Milch \u00fcber&#8221;-Taktik anwandte und ihre Schmeicheleien im Hinblick auf die Leute, die ihr hinten schon auf dem Strumpf standen, abk\u00fcrzte.<\/p>\n<p>&#8211; Raucher zum Nichtraucher: &#8220;Und Sie wollen wirklich gesund sterben?&#8221;<\/p>\n<p>&#8211; I am a social drop-out; but that very eloquently.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Marina bekam von ihrem Vater zum Schulabschlu\u00df rote St\u00fcmpfe geschenkt. Sie lebte zu der Zeit noch in tiefer Provinz. Auf dem Weg zu Entlassungsfeier, mit h\u00fcbschem Blumenstrau\u00df in den H\u00e4nden, stellte ihr pl\u00f6tzlich, vielleicht der roten Str\u00fcmpfe wegen, eine Kuh nach. Diese wurde derart aufdringlich, da\u00df Marina sich gen\u00f6tigt sah, vor ihr Rei\u00dfaus zu nehmen. Erfolglos. Die Kuh war schneller und stellte die kreischende Marina in einer Art nat\u00fcrlichen Sackgasse.<\/p>\n<p>Dort gab sie, um die Kuh irgendwie hinzuhalten, bis vielleicht Hilfe kam, ihre Blumen preis. Wie erwartet gab sich die emanzipierte Kuh damit nicht zufrieden und begann dem mm schon hysterisch werdenden M\u00e4dchen an die W\u00e4sche zu gehen. Es erbarmten sich zum Gl\u00fcck dann aber ein paar Bauersjungen und halfen dem ungl\u00fccklichen Blaubl\u00fctler aus seiner prek\u00e4ren Situation.<\/p>\n<p>&#8211; Shewardnadse erhielt von seiner Mutter, als diese starb, einen Brief, mit der Auflage, ihn erst dann zu \u00f6ffnen, wenn er sich auf dem H\u00f6hepunkt seiner Karriere bef\u00e4nde. Er hat ihn bis heute nicht ge\u00f6ffnet. Wassermann.<\/p>\n<p>&#8211; W\u00fcrde gerne ein Haus f\u00fcr &#8216;nen Tausie im Kriegsgebiet am Meer kaufen. Man zahlt nach einem Jahr und nur in dem Fall, wenn das Haus noch steht.<\/p>\n<p>&#8211; Gehend mich heute &#8211; sort of &#8211; entschieden, die Idee mit der Abiturrede!&#8217;!, unter dem neuen Titel &#8220;Der Gang&#8221; wieder aufzunehmen. Ohne definierten gesellschaftlichen Hintergrund und mit Blick auf das ewige, unabdingbare Schicksal des aus der Jugend hinausgehenden. Die Bedeutung des Ganges in der Menscheitsgeschichte und Entwicklung des einzelnen Menschen genauer untersuchen \u2013 als theoretischen Hintergrund. Weite Beispiele von \u00f6ffentlichen Auftritten sammeln, die skandal\u00f6s wurden, weil der Auftretende die Fassung verlor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8211;&gt; <a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/tbilissi-31-marz-1993\/\">next page<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die guten Geister dieser Welt bedienen sich, daran glaube ich fest, des Absurden im Allt\u00e4glichen, um den Menschen nicht an seinem Gr\u00f6\u00dfenwahn eingehen zu lassen. So heute, von Lebensangst auf die Stra\u00dfe in Richtung Botanischen Garten getrieben, mich von Marina mit netten Worten eindecken lassen. 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