{"id":1173,"date":"2018-03-09T09:46:29","date_gmt":"2018-03-09T08:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/?page_id=1173"},"modified":"2019-03-16T14:15:43","modified_gmt":"2019-03-16T13:15:43","slug":"tbilisi-1-dezember-1992","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/tbilisi-1-dezember-1992\/","title":{"rendered":"Tbilisi, 1. Dezember 1992: BM Intrigen, Dato &#038; Weltenrausch"},"content":{"rendered":"<p>Die Menschen, die Ru\u00dfland f\u00fcr mich bedeuteten, gehen von mir oder sind schon gegangen. Gestern sprach ich mit Dato, nachdem er bei B.M. auf deren Gehei\u00df hin war und \u00fcber mein satanisches Dasein aufgekl\u00e4rt wurde. Er ist so rein und kindlich einfach in seinen Beurteilungen von Menschen. Er meinte einfach, da\u00df ich wohl aufgrund von Sprachschwierigkeiten nicht bemerkt h\u00e4tte, da\u00df die Familie da nicht ganz beieinander sei im Kopf. Er schlug B.M. vor, die Welt mit meinen Augen zu sehen und meine Andersartigkeit einfach hinzunehmen. Es geht im \u00dcbrigen ganz konkret immer noch um das gute alte Ficken. Sascha und B.M. kommen nicht dar\u00fcber hinweg, da\u00df ich mit Inna eine k\u00f6rperliche Beziehung im schneewei\u00dfen Angesicht der die reine Liebe verk\u00f6rpernden Fee eingegangen bin. Bei B.M. kommt wohl noch ihr eigenes k\u00f6rperliches Verlangen mir gegen\u00fcber hinzu mitsamt den ganzen h\u00fcbschen Bildern, die sie um ihr Verlangen zu stillen von mir gezeichnet hat.<\/p>\n<p>Da\u00df B.M. jetzt aber meine Freunde anf\u00e4ngt zu infiltrieren und mich am Telephon abkanzelt, wenn ich sie \u00fcber die Geschehnisse um Sascha aufkl\u00e4re, als riefe ich zum eigenen Vergn\u00fcgen an, geht mir zu weit. Ich habe nichts dagegen, mal wieder hinter mir zu lassen. Es war eine Dummheit, um Inna zu k\u00e4mpfen &#8211; jetzt behauptet sie, da\u00df ich sie beklettet h\u00e4tte &#8211; auch wenn es Bernd dadurch m\u00f6glich wurde, sich mir wieder zu n\u00e4hern. Verf\u00fchrung ist genauso Gewalt wie Vergewaltigung. Freiheit des Willens gibt es f\u00fcr die meisten nur in der Freiheit der verbalen Selbstdarstellung. Ihre Handlungen regieren andere Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Ich sehe jetzt, da\u00df meine wichtigeren Beziehungen zu Menschen zu einem einzigen Fehlklang werden, verliere ich meine H\u00e4rte. Und das tue ich immer dann, wenn ich dem Gaukel eines Auswegs aus der Einsamkeit anheimfalle\u00a0 &#8211; wenn die V\u00e4ter meiner Angst mit meinem verf\u00fchrten Ich buhlen und die ultimative Angst erzeugen. Dann verf\u00fchre ich Frauen mit der Illusion, die erste sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber ich bin ein sp\u00e4ter Reiter in Steppenlandschaft mit Sonnenuntergang im Gegenlicht der schwindenden Sonne. Mir selbst eine Fatamorgana, gehetzt mit aufgerissenen Augen die Weite fangen wollend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der &#8220;Weltenrausch&#8221; m\u00fc\u00dfte handeln vom Mann mit dem Abstraktionsverm\u00f6gen, mit dem er die Bestie versucht in Ketten zu legen; von den D\u00e4rmen, die an der Erde h\u00e4ngen bleiben, sobald es der Mensch versucht sich mit der Macht des Geistes von ihr hochzurei\u00dfen; von der Steppe, vom Wald, von G\u00e4rten der geordneten Eitelkeit; von den erdachten Grenzen zwischen Menschen (Nationalbewu\u00dftsein, Weltbilder, Religionen), den tats\u00e4chlichen und dem, was wieder vereint, im gemeinsamen Schicksal des Menschseins; von &#8216;Traun, dem Schattenj\u00e4ger, dem Grenzg\u00e4nger; vom verlorenen Paradies der Unwissenheit und der Strafe daf\u00fcr: sich die Erde im Schwei\u00dfe seines Angesichtes Untertan machen zu m\u00fcssen, als sterblicher Erdling; von der Einsamkeit des Weltenschaffers, von der un\u00fcberwindlichen Distanz zwischen ihm und seinen Zeugungen; vom Tod als verleugnete Gewi\u00dfheit und der Liebe als Br\u00fccke zu ihm; von Eitelkeit und Hochmut und der Liebe als dem\u00fctigendem Kontaktmedium zur Umwelt dieses \u00e4ngstlichen Kokons; vom Falschen Jesus und dem Dummen D\u00e4nen, von atombombensicheren Riesenschildkr\u00f6ten und unerreichbaren Zufluchten hinter Eichenmauern und von solchen, die sein und sterben k\u00f6nnen, ganz ohne Worte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8211;&gt; <a href=\"http:\/\/jkoehler.diskstation.me\/wordpress\/diaries\/tagebuch-leningrad-st-petersburg-tbilisi-1991-1993\/georgien-1992-93\/tbilisi-6-dezember-1992\/\">next page<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschen, die Ru\u00dfland f\u00fcr mich bedeuteten, gehen von mir oder sind schon gegangen. 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